Aus dem Spanischen von Melanie Laibl. Ein Sachbuch über das größte Geheimnis des Lebens: den Tod. Warum müssen wir sterben - und wieso ist das vielleicht gar nicht so schlimm? Der Tod ist Teil des großen Kreislaufs Leben und mindestens genauso faszinierend wie die Geburt. Es gibt Hunde, die den Tod riechen können, Kraken, die Tausende Eier legen und sterben, bevor ihre Nachkommen zur Welt kommen - und sogar eine Qualle, die den Tod ausgetrickst hat und unsterblich ist (solange sie nicht gefressen wird).
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.05.2026
Längst hat der Tod auch Eingang gefunden in die Kinder- und Jugendbuchliteratur, weiß Rezensent Oliver Jungen. Doch während die meisten anderen Kinderbücher vom Prozess des Sterbens und Abschiednehmens erzählen, konzentrieren sich die Autorin Soledad Romero Marino und Illustratorin Mariona Cabassa auf den Tod selbst und seine grundlegende Bedeutung für das Leben. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Natur machen sie deutlich, dass ohne das Vergehen kein Leben möglich wäre. Dabei vernachlässigen sie trotz des naturwissenschaftlichen Fokus` auch die Kulturgeschichte nicht, lesen wird, schildern zum Beispiel verschiedene Abschieds-Riten und entführen ihre Leserinnen und Leser zu überraschenden Exkursen. Diese lebensbejahende Haltung spiegelt sich auch in den bunten, ausdrucksstarken Illustrationen, stellt Jungen fest. So nehmen Romero Marino und Cabassa dem Ende des Individuums seinen Schrecken, ohne dessen Bedeutung für den Einzelnen und die Trauer der Hinterbliebenen zu verharmlosen, lobt der Rezensent.
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