Dieses Buch bietet einen einzigartigen Überblick über die Geschichte des Jiddischen von den ältesten mittelalterlichen Texten bis heute. Dabei geht es weit über eine reine Sprachgeschichte hinaus, denn das Jiddische ist Spiegelbild jüdischer Kultur und Geschichte: Wanderungen von Juden nach Osteuropa oder in die USA, Begegnungen mit anderen Sprachen und Kulturen sowie innerjüdische Entwicklungen haben im Jiddischen ihren Niederschlag gefunden. Nicht zuletzt schildert das Buch die wichtigsten Strömungen der jiddischen Kultur. Bis heute ist Jiddisch eine lebendige Sprache mit vielen Sprechern, vor allem in den USA und in Israel, und noch viel mehr Liebhabern weltweit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2010
Größte Bewunderung erregen Marion Aptroot und Roland Gruschka bei Susanne Klingenstein schon mal für die Knappheit dieser, wie die Rezensentin preist, dennoch komplexen jiddischen Sprachgeschichte. Die Rezensentin fühlt sich nicht nur angenehm belehrt - anhand eines Satzes aus einem Sholem Aleichem-Roman erklären die Autoren verständlich die vielschichtige Zusammensetzung des Jiddischen aus dem Hebräisch-Armenischen, Slawischen, Romanischen und Deutschen: "Si hot mojre, me sol mich nit awekganwenen ßame baj der genez." Zugleich hat sie sich auch über so manches Detail amüsiert, und sie teilt den Lesern ihrer Kritik mit Vergnügen einen modernen Zuwachs der jiddischen Sprache mit, das flotte "blizpoßt" für E-Mail.
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