Das Liederbuch war 1935 ein Projekt von Hamburger Juden des kulturellen Miteinanders von Juden und Deutschen. Texte deutsch, jiddisch oder hebräisch-deutsch. Herausgegeben von Joseph Jacobsen und Erwin Jospe. Zusammengestellung des Lexikons: Dagmar Deuring, Zew W. Gotthold, Rainer Licht u. a.. Mit zahlreichen Noten und Abbildungen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.10.2001
Dem erstmals 1935 erschienenen, nur einmal, nämlich 1937, nachgedruckten und jetzt im Reprint neu veröffentlichten jüdischen Liederbuch "für Unterricht, Bund und Haus" ist eine "Übersichtstabelle zur Geschichte der Musik bei den Juden" beigefügt. Von besonderem Interesse scheinen heute, so Rezensent La. in seiner Notiz, die "zionistischen Melodien", die von Palästina schwärmen. Sehr gelobt wird der neu hinzugefügte zweite Band, der die Lieder ausführlich kommentiert und die Biografien ihrer Verfasser dokumentiert. Alles in allem eine "mustergültig edierte Publikation".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.10.2001
Ziemlich aus der Zeit gefallen scheint dieses Liederbuch dem Rezensenten mit dem Kürzel "E.B." Wo HJ-Lieder neben solchen zionistischer Jugendgruppen stehen und so auf der Fiktion beharrt wird, "dass in Deutschland so etwas wie eine deutsch-jüdische Symbiose möglich sei", steigt der Rezensent aus. Hilft auch ein ergänzender Materialband mit musikalischen und historischen Informationen nicht viel: "Unzeitgemäß bleibt dieses Liederbuch dennoch."
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 22.03.2001
Viola Roggenkamp empfiehlt diesen Reprint des jüdischen Liederbuchs, das 1935 in Deutschland erschien - und zwei schnell vergriffene Auflagen erlebte, bevor es verschwand - auch Unmusikalischen, denn sie preist es als wahres "Schatzkästlein" hebräischer, jiddischer und deutscher Lieder. In seiner Zusammenstellung sei es auch ein "politisches Buch", wobei manchmal die "schauerliche" Nähe der Lieder zu nationalsozialistischem oder stalinistischen Liedgut deutlich wird, so die Rezensentin. Der zweite Band, der ein Lexikon zum Liederbuch darstellt, ist ihr ein besonderes Lob wert für seine "informativen und unterhaltsamen" Angaben zu den einzelnen Liedern und nicht zuletzt für seine "jüdisch-hamburgischen Geschichten, gute und ungute".
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