Gaston Dorren

In 20 Sprachen um die Welt

Die größten Sprachen und was sie so besonders macht
Cover: In 20 Sprachen um die Welt
C.H. Beck Verlag, München 2021
ISBN 9783406766848
Gebunden, 400 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Juliane Crommen. Wie konnte das kleine Portugal eine Weltsprache hervorbringen und Holland nicht? Warum sprechen japanische Frauen anders als japanische Männer? Und wieso funktionieren nicht-alphabetische Schriften genauso gut wie unsere 26 Buchstaben? Drei Viertel aller Menschen sprechen eine der 20 Sprachen, von denen dieses Buch erzählt. Gaston Dorren taucht in ihre ungewöhnlichen Geschichten ein und erklärt uns ihre erstaunlichen, aufschlussreichen und unterhaltsamen Besonderheiten. In seinem Buch nimmt er uns auf eine Weltreise mit, die uns einem Großteil der Menschheit näher bringt. Die Hälfte der Menschheit hat eine der 20 Sprachen, von denen dieses Buch erzählt, als Muttersprache. Drei Viertel aller Menschen sprechen mindestens eine von ihnen. Aber was zeichnet diese 20 vor den übrigen 6000 Sprachen der Welt aus? Gaston Dorren berichtet in seinem wunderbar vergnüglichen Buch von ihrer Herkunft und ihrem Aufstieg. Er erklärt die Schriften, die sie verwenden, stellt Juwelen und Lücken in ihrem Vokabular vor, erläutert linguistische Absonderlichkeiten und vermittelt uns, wie die Grammatik einer Sprache und die Weltsicht ihrer Sprecher zusammenhängen. So geht er etwa dem Rätsel nach, warum das Vietnamesische ein Dutzend Formen von "ich" kennt, erklärt den wundervollen Vokalreichtum des Portugiesischen und macht uns klar, dass wir alle mehr Arabisch können, als wir denken.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2021

Rezensent Wolfgang Krischke lernt mit dem Buch des Journalisten Gaston Dorren die 20 größten Sprachen besser kennen. Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch, aber auch Suaheli und Malaiisch. Die Vorgehensweise des Autors, der zunächst "steckbriefartig" Informationen sammelt, um dann plaudernd Besonderheiten herauszuarbeiten (die deutsche Syntax, die nationalistische Instrumentalisierung des Tamil), gefällt Krischke. Wenn Dorren eigene Sprachlernerfahrungen zum besten gibt, hat der Rezensent was zu Schmunzeln. Und wie sich Sozialsymbolik und Kommunikationsfunktion in einer Sprache in die Quere kommen können, erfährt er auch.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.10.2021

Rezensent Burkhard Müller trauert ein wenig über die Verschiedenheit der Sprachen und das große gegenseitige Unverständnis beim Lesen in Gaston Dorrens fabelhaftem Buch. Fabelhaft findet Müller, wie der Autor sich den 20 größten Sprachen zuwendet, ohne sie eigentlich zu sprechen. Zu lernen nämlich gibt es dennoch eine Menge, stellt Müller fest. Etwa in den Steckbriefen über Verbreitung, Phonetik und Grammatik. Was dann folgt, ein Bericht über die Erfahrungen des Autors mit tückischen Tönen im Vietnamesischen, Lautsymbolik im Koreanischen, sprachlicher Diktatur im Türkischen oder der Dysfunktionalität des Deutschen, findet Müller höchst aufschlussreich und äußerst unterhaltsam.

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