Margaret Atwood

Die Geschichte von Zeb

Roman
Cover: Die Geschichte von Zeb
Berlin Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783827011725
Gebunden, 480 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Monika Schmalz. Die wasserlose Flut, eine Pandemie ungeheuren Ausmaßes, ist über die Erde hinweggegangen und hat die Menschheit ausgelöscht. Bis auf einige wenige Überlebende, die im Lehmhaus eines verwahrlosten Parks zusammenfinden und den Gefahren einer entvölkerten, anarchischen Welt trotzen. Unter ihnen Toby, die ehemalige Gottesgärtnerin, und Zeb, ein großherziger Draufgänger, der zum Anführer der kleinen Truppe wird. Während der Flut hat Toby, in einem Spa verschanzt, auf ihn gewartet; beharrlich an seine Rückkehr geglaubt, nun treffen sie, am Ende der Welt, wieder zusammen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.03.2014

Gut amüsiert hat sich Ulrich Baron mit dem letzten Teil von Margaret Atwoods MaddAddam-Trilogie. Ein bisschen nostalgisch ist er auch geworden dabei, denn die Autorin entwirft ein Weltende mit Blume im Haar, eine Weltwende eher, meint Baron. Die Gemütlichkeit der Überlebenden der Apokalypse scheint ihm zwar ein mitunter ein bisschen zu weit zu gehen, doch im Ganzen gefällt ihm, dass es mit der Menschheitsgeschichte und dem Erzählen weiter geht. Dafür sorgen laut Rezensent jede Menge amüsante Szenen und wie immer Atwoods Wortschöpfungsenergie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.03.2014

Immerhin: Das Erzählen stirbt nie. So viel Hoffnung nimmt Sylvia Staude doch mit aus diesem Endzeitschocker mit satirischem Potenzial von Margaret Atwood. Darüber hinaus aber gefällt Staude das B-Movie-Element bei Atwood ausnehmend gut. Denn die Autorin hat viel mehr zu bieten. Sci-Fi, Landschafts- und Stimmungszeichnungen, Schelmisches, Wissenschaft, Gesellschaftskritik etc. Die gleichfalls ausgekosteten Perversitäten in diesem dritten Teil von Atwoods Romantrilogie bleiben außerdem schön beziehungsweise hässlich realistisch, meint Staude. Das Buch empfiehlt sie nicht ohne die ersten Teile zu lesen. Das sei zwar möglich, doch weniger leselust- und erkenntnisfördernd.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2014

Froh, dass es vorbei ist, legt Rezensentin Julia Encke das Buch aus der Hand. Das liegt zum einen an den enormen Erwartungen, mit denen sie in die Lektüre gegangen ist, Margaret Atwood ist ein Star. Zum anderen hat es damit zu tun, dass Encke die ersten beiden Teile der Trilogie nicht kannte, deren dritter Teil der vorliegende Band ist. Encke dachte, es handelt sich um jeweils in sich geschlossene Teile - von wegen. Die Rezensentin wird sogleich mitten hineinkatapultiert in ein postapokalyptisches Dickicht aus Fabelwesen und merkwürdigen Tieren, die auch noch auf sie einquasseln. Zu viel für Encke. Dass kein Lektor es für nötig gefunden hat, dem Band ein erklärendes Vorwort zu spendieren, kann die Rezensentin gar nicht fassen. Und nebenbei: Atwoods in die Geschichte eingebettete Gegenwartskritik hält Encke für wenig überraschend.
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