Marcus Tullius Cicero

De Officiis

Verlag Wirtschaft und Finanzen, Düsseldorf 2001
ISBN 9783878811602
Gebunden, 184 Seiten, 347,68 EUR

Klappentext

Faksimile der 1465 in Mainz erschienenen Edition Princeps, mit Kommentarband. Im Ledereinband. Der Kommentarband wurde herausgegeben von Bertram Schefold. Mit Kommentaren von Hans Kloft, Walter Rüegg und Gloria Vivenza.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2001

Dass dieses Buch des römischen Schriftstellers und Rhetorikers in der Reihe "Klassiker der Nationalökonomie" veröffentlicht wurde, ist nach Doering durchaus nachvollziehbar. Denn seiner Ansicht nach gibt es kaum eine Schrift, die so sehr deutlich macht, "warum sich die Ökonomie aus der Moralphilosophie entwickelte". Gerade Ciceros Hauptanliegen, die Gerechtigkeit, habe notwendigerweise dazu geführt, dass er sich intensiv mit ökonomischen Fragen beschäftigt habe. So erläutert Doering beispielsweise, dass Cicero bedeutende Tugenden wie "Fleiß, Ehrbarkeit und Vertragstreue" immer auch als "konstituierend für den wirtschaftlichen Erfolg gesehen" habe. Auch werden, wie der Leser erfährt, Zusammenhänge zwischen Besitz, Unabhängigkeit und Tugenden aufgezeigt. Zur Neuausgabe merkt Doering an, dass es sich um ein Faksimile der Ausgabe von 1465 handelt, in der - wie es im Mittelalter üblich war - am Kapitelanfang kleine Flächen frei gelassen wurden, damit der Leser "den ersten Buchstaben mit Farbe und Pinsel prachtvoll ergänzen konnte". Der Kommentarband scheint nach Doering "wesentliche Aspekte (zu) beleuchten", die das Verständnis von "De Officis" erleichtere bzw. ergänze. So erfahre der Leser viel über die Rezeptionsgeschichte, über Ciceros Haltung zur damaligen Tagespolitik und anderes mehr. Was Ciceros Einfluss auf die abendländische Kultur betrifft, so weist Doering zwar darauf hin, dass hier "notgedrungen kaum mehr als eine Verkürzung auf das gerade einmal Wesentliche herauskommen konnte". Doch insgesamt scheint er den Band mit großem Gewinn gelesen zu haben, zumal ihm die "antike Wirtschaftsweisheit" Ciceros in manchen Aspekten doch sehr "nah" erscheint.
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