Robert Harris

Dictator

Roman
Cover: Dictator
Heyne Verlag, München 2015
ISBN 9783453268715
Gebunden, 528 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Wolfgang Müller. Cicero, größter Redner seiner Zeit, weilt mit seinem Sekretär Tiro im Exil. Da er seinen politischen Feind Caesar zu unterstützen verspricht, kann er nach Rom zurückkehren, wo er sich wieder zu öffentlichem Ansehen emporkämpft. Genial und fehlbar, angsterfüllt und doch unbändig mutig - der mit sich ringende Mensch hinter dem Politiker Cicero macht die Geschichte so unwiderstehlich. "Dictator" umfasst bedeutsame Momente der Menschheitsgeschichte: den Untergang der römischen Republik, den folgenden Bürgerkrieg, die Enthauptung von Pompeius und den Mord an Caesar. Das Thema jedoch ist zeitlos: Wie lässt sich politische Freiheit gegen skrupellosen Ehrgeiz, korrumpierte Wahlen und den verderblichen Einfluss endloser Auslandseinsätze schützen?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.11.2015

Aufregend und modern wie die neueste "House-of-Cards"-Staffel erscheint Rezensent Bernd Graff dieser letzte Teil von Robert Harris' Cicero-Trilogie. Wenn Harris seinen Helden als einen der transzendentalen Obdachlosigkeit anheimgefallenen eitlen Feingeist darstellt, spürt Graff deutlich die vom Autor gewollten Bezüge zu unserer Gegenwart. Den Stoiker und Melancholiker nimmt er der Figur ab, zumal Harris auf hohen Ton ebenso verzichtet wie auf Anbiederung. Stattdessen werden Ciceros Ängste und Gedanken dem Rezensenten plausibel. Packender Lesestoff auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände, versichert Graff.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2015

Nun gibt es ihn endlich, den abschließenden dritten Teil von Robert Harris' Romanbiografie über Cicero. Und Hannes Hintermeier ist froh darüber, dass der Autor nach einigen anderen Romanen wieder zurückgefunden hat zu seinem Stoff. Da er laut Hintermeier auch besser als im zweiten Teil historische Recherche in unterhaltsame Fiktion verwandelt und die Bezüge zur Gegenwart lässt, dafür aber die Balance findet zwischen Nähe und Distanz zu seinen Figuren, macht die Lektüre für den Rezensenten zur Lust. Der Einstieg in römische Machtpolitik und Intrigen fällt Hintermeier entsprechend leicht. Und siehe da: Cicero macht eine menschliche Entwicklung durch und wird ein weitblickender Politiker, staunt der Rezensent. Da muss er dann doch wieder überlegen, ob so eine Figur heute möglich wäre.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.10.2015

Sebastian Borger ist froh, dass Robert Harris in seinem dritten und letzten Cicero-Roman weitgehend auf aktuelle Bezüge verzichtet. Auch so scheint ihm das Buch über die letzten fünfzehn Jahre Ciceros sehr rund und in seinem Streben, den Beruf des Politikers im Allgemeinen und Ciceros angeblichen Opportunismus im Besonderen zu rehabilitieren, durchaus gelungen. Vor den Augen des Rezensenten wird Cicero zu Fleisch und Blut, ebenso wie andere historische Figuren und insbesondere die Frauen Roms. Dass der Autor ihrer Rolle Raum widmet, scheint Borger bemerkenswert.
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