Marco Kunst
Gelöscht
(Ab 12 Jahre)

Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2005
ISBN 9783806750898
Gebunden, 478 Seiten, 15,90 EUR
ISBN 9783806750898
Gebunden, 478 Seiten, 15,90 EUR
Klappentext
Aus dem Niederländischen übersetzt von Rolf Erdorf. Alle sind glücklich in der Stadt, die durch riesige Mauern vor der Außenwelt abgeschirmt ist. Alle haben ihre Aufgaben, allen wird zugeteilt, was sie brauchen. Ab und zu verschwindet jemand, aber dies belastet niemanden, denn mit der Person wird auch die Erinnerung an sie komplett "gelöscht". Der Zentralcomputer regelt alles. Aus dieser Welt wird Sig unvermittelt herausgerissen, als er sich - nach einem Unfall - außerhalb der Mauern wiederfindet, und damit auf verbotenem Gebiet.
Das Übertreten der Stadtgrenzen wird mit Sanktion 2-f geahndet: der vollständigen historischen Auslöschung einer Person. Doch Sig schafft es, den Sensoren des Zentralcomputers zu entwischen, und findet unter den seltsamen Gestalten, die hier draußen hausen, Freunde, die ihm überleben helfen. Er lernt eine Welt voller Gefahren, aber auch voller Geheimnisse kennen. Zum ersten Mal in seinem Leben sieht er Wälder, spürt er Sonne und Wind. Und er beginnt, das Leben in der Stadt mit anderen Augen zu sehen. Sig entwickelt einen abenteuerlichen Plan, um den Zentralcomputer zu überlisten und den Menschen ihr Gedächtnis zurückzugeben ...
Das Übertreten der Stadtgrenzen wird mit Sanktion 2-f geahndet: der vollständigen historischen Auslöschung einer Person. Doch Sig schafft es, den Sensoren des Zentralcomputers zu entwischen, und findet unter den seltsamen Gestalten, die hier draußen hausen, Freunde, die ihm überleben helfen. Er lernt eine Welt voller Gefahren, aber auch voller Geheimnisse kennen. Zum ersten Mal in seinem Leben sieht er Wälder, spürt er Sonne und Wind. Und er beginnt, das Leben in der Stadt mit anderen Augen zu sehen. Sig entwickelt einen abenteuerlichen Plan, um den Zentralcomputer zu überlisten und den Menschen ihr Gedächtnis zurückzugeben ...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2006
Ausgesprochen spannend findet Rezensentin Caroline Roeder diesen Erstling. Es geht darin ihrer Beschreibung zufolge um einen computergesteuerten Stadtkosmos, der für die Rezensentin nach dem Modell von Orwells "1984" gestaltet ist, und aus dem es kein Entkommen gebe. Natürlich gelingt es dem jugendlichen Helden trotzdem, liest man, der vor den Toren dieser Stadt eine "schauerliche Wildnis" und Mülllandschaft vorfindet. Der Autor hat Roeder zufolge seine apokalyptische Gesellschaftsvision als Variation über die zivilisatorische Bedeutung des kulturellen Gedächtnisses gestaltet. Die vielen "intertextuellen und philosophischen Anspielungen" haben die Rezensentin angenehm gefordert. Gelegentlich wäre weniger allerdings mehr gewesen, gibt sie zu. Auch ohne philosophische oder literarische Vorbildung sei der Roman sehr unterhaltsam.
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