Marcel Beyer

Vergesst mich

Cover: Vergesst mich
DuMont Verlag, Köln 2006
ISBN 9783832179687
Gebunden, 64 Seiten, 7,50 EUR

Klappentext

Ein Mann und seine Freundin laufen unter dem klaren Novemberhimmel durchs Zentrum von Madrid: Uniformierte, Falangistenfahnen und Franco-Devotionalien erinnern an den soeben zu Ende gegangenen Aufmarsch. In Madrid aber kommt auch wieder das Bild eines Freundes vor Augen, und mit dem Bild eine Geschichte,"nachdem es mir gelungen war, eine Weile nicht an ihn zu denken".
"Vergesst mich" ist eine Erzählung in Bildern und Fantasien, Erinnerungen an ein letztes Telefonat und wie hinterher gerufen: "Vergesst mich, drei Silben, und aus weiter Ferne: Vergesst mich."

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.06.2006

"Ein kleines Meisterwerk" hat Rezensent Martin Zingg anzuzeigen. Denn mit dieser kurzen Erzählung über zwei Freunde, die sich aus den Augen verloren haben, beweist Marcel Beyer dem Rezensenten erneut seinen genauen Blick für die Gespenster der Vergangenheit. So ganz lässt sich die Handlung Zinggs Beschreibung nicht entnehmen. Nur dass sie in Madrid spielt, und plötzlich die faschistische Vergangenheit Spaniens darin wieder auf bedrohliche Weise hochkommt, erfahren wir. Die Novelle begeistert den Rezensenten besonders durch Eleganz und atmosphärische Dichte und konnte bei ihm, wie wir lesen, mit "wenigen, präzis gesetzten Zeichen" ein "leichtes, seltsames Schwinggefühl" erzeugen.
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