Paul Ingendaay

Königspark

Roman
Cover: Königspark
Piper Verlag, München 2019
ISBN 9783492057196
Gebunden, 400 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Königspark, so nennt Nuria die Madrider Casa de Campo. Zu jeder Tageszeit drängeln sich hier Frauen am Straßenrand, schauen in die dahinrollenden Autos und rufen den Fahrern ihre Tarife zu. Ein Ort des Begehrens und der Verzweiflung, des gekauften Sex und der Gewalt. Und alle treffen sich hier, die billigen Touristen genauso wie der verlogene Chefredakteur. Nuria ist Kampfsportlerin, sie hat keine Angst und passt auf die Frauen auf, schützt sie vor brutalen Freiern, den Zuhältern und sogar vor der Polizei. Bezahlt wird sie von Rico Vargas, dem zynischen Emporkömmling, der den Königspark kontrolliert. Und für den auch Nurias Schwester Isa anschafft. Vargas ahnt lange nicht, warum Nuria nach vielen Jahren wieder einen Kontakt zu Isa herstellen will.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.05.2019

Burkhard Müller zeigt sich enttäuscht von Paul Ingendaays Roman über den Königspark in Madrid, seinen Straßenstrich und seine Gestalten. Seine Themen, Zwangsprostitution und die Trennung vom alten und neuen Spanien, verschenkt der Autor laut Müller ans Melodramatische. Problematisch findet der Rezensent auch die Dialoge, sie scheinen ihm wenig realistisch, im besten Fall noch folkloristisch. Einige durchaus gelungene Szenen machen die Mängel des Textes für Müller leider nicht wett. Das Gesamtkonzept überzeugt ihn nicht.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de