In einem scheinbar idyllischen Dorf Ende der 80er Jahre schwindet allmählich die DDR, die zuvor überall anwesend war und die Gesellschaft bis ins Private durchdrang. Zusehends tauchen andere auf, andere Gesinnungen, freiheitliche, doch auch nazistische. Mimi erlebt dies als Kind, ihre eigene Familie verändert sich, ist plötzlich gespalten. Und der Jugendfreund Mimis, Oliver, nennt sich plötzlich nicht nur Hitler, sondern agiert auch so. Er befehligt die Dorfnazis,
bis die Situation eskaliert …
Manja Präkels beschreibt in ihrem Debütroman den Untergang der DDR und den Aufstieg rechter Gruppen in Brandenburg.
Rezensent Jens Uthoff wird mit dem Debütroman von Manja Präkels in die Nachwendezeit in Zehdenick versetzt, mitunter tiefer als ihm lieb ist. Der Sog, den der Text laut Uthoff ab Seite 50 entwickelt, verdankt sich dem autobiografischen Hintergrund, der sprachlichen Wucht und dem Konflikt zwischen Naziskins und linken "Zecken" im Zentrum des Textes, erklärt Uthoff. Angst und Schrecken in Zehdenick anno 1992 sind für den Rezensenten gut nachzuempfinden.
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