Kirsten Achtelik, Ulli Jentsch, Eike Sanders

Kulturkampf und Gewissen

Medizinethische Strategien der "Lebensschutz"-Bewegung

Klappentext

Die "Lebensschutz"-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufwindes. Die Autor*innen analysieren die neuen medizinethischen Strategien der "Lebensschutz"-Bewegung, ihre Stärken, schwächen und internen Widersprüche. Damit liefern sie das Material für eine kritische Auseinandersetzung mit den "Lebensschützern" - und die Grundlage für den nötigen Widerstand.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 31.05.2018

Rezensentin Zoe Sona erfährt von Kirsten Achtelik, Ulli Jentsch und Eike Sanders, wie die sogenannten "Lebensschützer" vorgehen. Die Positionen der Bewegung gegen Abtreibung und Feminismus vermitteln die AutorInnen der Rezensentin und geben ihr ein Bild von den reaktionären Vorstellungen und der Gewaltbereitschaft der Mitglieder. Über den gesetzgeberischen Mangel in Sachen Selbstbestimmung der Frauen belehrt die Lektüre Sona gleichfalls. Das Buch versteht sie als Anstoß des Diskurses über Abtreibung, Reproduktionsmedizin und Sterbehilfe aus emanzipatorischer Sicht.