Die Tätigkeit der Rotkreuzschwestern in den Sanitätseinheiten der Wehrmacht, bei den Flugbereitschaften sowie in den Lazarettzügen und auf den Lazarettschiffen wird in diesem Band erstmals umfassend untersucht. Ludger Tewes analysiert die Erfahrungen der Schwestern in den Kriegslazaretten, ihre Gefährdung in den Zonen hinter den Schlachtfeldern und die Bedingungen ihrer Gefangenschaft in den Händen der Westalliierten und der Roten Armee anhand der Vorgangsakten und der schriftlichen Äußerungen der Frauen. Hinsichtlich der Geschlechterrollen bedeutete die Arbeit der Schwestern mit Ärzten und Sanitätern der Wehrmacht eine fachliche und menschliche Herausforderung in extremer Lage und in ungewohnter Umgebung. Viele Schwestern emanzipierten sich angesichts großen Personalmangels im Sanitätsdienst der Wehrmacht durch die situative Übernahme verantwortungsvoller zusätzlicher Arbeitsaufgaben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2016
Christiane Liermann liest Ludger Tewes' Buch mit Interesse. Mit dem mobilen Sanitätskriegsdienst als Schwerpunkt, gestützt auf Akten des DRK und des Sanitätsdienstes der Wehrmacht sowie auf Tagebücher, Briefe und Memoiren von Rotkreuzschwestern rekonstruiert der Autor laut Liermann Fronteinsätze in Frankreich, Griechenland, Afrika, auf dem Balkan und im Osten. Die leicht monotone und für Liermann nicht immer genug fokussierte Schilderung wird laut Rezensentin durch den Erkenntnisgewinn aufgewogen, den ein solcher Blick auf das Geschehen an der Front mit sich bringt. Das ist für Liermann kein revolutionär neues Bild, aber doch der ein oder andere Mosaikstein zu einer Erfahrungsgeschichte des Zweiten Weltkriegs. Dabei wird für die Rezensentin nicht zuletzt deutlich, wie sehr die Erfahrungen und Meinungen der Schwestern gleich denjenigen vieler anderer Deutscher durch überpersönliche Deutungsmuster und Wertvorgaben geprägt waren.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…