Aus dem Italienischen und mit einem Nachwort von Peter O. Chotjewitz. Das Buch handelt von fünf Griechen: Sokrates - Xenophon - Platon - Aristoteles und Epikur. Die Fünf von Athen gehören zu den bekanntesten Männern der Welt und sind die berühmtesten Philosophen dazu. Statt zum zigsten Mal das philosophische Denken seiner Protagonisten zu zelebrieren, beschäftigt sich Canfora detailliert - spritzig, witzig, spannend und leicht zu lesen - mit ihrem Leben und den Zeitumständen, vor allem mit ihren Versuchen, die Politik zu verbessern, die Menschen zum Denken anzuregen und die Natur zu begreifen - löbliche und auch heutzutage äußerst nützliche Dinge. Sie lebten in einer Welt, in der noch fast nichts erkannt war von dem, was unser heutiges Weltbild bestimmt, und stellten doch, quasi aus dem Nichts heraus, mit wenig mehr als mit Vernunft und Logik die Fragen, die uns heute beschäftigen. Sie lebten in einer Welt scheinbar gesicherter Erkenntnisse - fast genau wie wir Heutigen - und erkannten doch - anders als wir Heutigen - daß ein paar Fragen noch offen waren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.09.2000
In einer sehr knappen Besprechung weist der Rezensent mit dem Kürzel upj. auf Stärken und Schwächen des Buches hin. Etwas Neues lasse sich wohl nicht sagen über die wohlbekannten Philosophen von Aristoteles bis Xenophon, räumt der Rezensent ein. Um so mehr begrüßt er es, dass der Autor die sonst übliche "akademische Distanz" zugunsten einer Annäherung an die historischen Personen aufgebe. Mit "forschem, familiären Ton" bemühe sich der Autor, Philosophiegeschichte wieder zur erzählbaren Geschichte zu machen und dieser Versuch habe "etliche Stärken", lobt der Rezensent. Doch leider stört ihn mitunter auch "Betulichkeit", was den Eindruck trübt.
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