Christoph Kniest

Sokrates zur Einführung

Cover: Sokrates zur Einführung
Junius Verlag, Hamburg 2003
ISBN 9783885063568
Gebunden, 184 Seiten, 13,50 EUR

Klappentext

Sokrates (ca. 470 - 399 v. Chr.) gilt als Gründungsheros der Philosophie überhaupt. Wenngleich Sokrates selbst keine Schriften verfasst hat, übte er auf die spätere Philosophie einen ungeheuren Einfluss aus. Platon, einer seiner berühmten Schüler, hat ihn in seinen Dialogen verewigt. Dort nimmt die Figur des Sokrates eine leitende Position ein. Bis heute strittig ist freilich, inwiefern diese Darstellung dem historischen Sokrates tatsächlich entspricht. Neben den platonischen Texten bezieht Christoph Kniest auch die von Aristophanes und Xenophon als Quellen mit ein. Ihm gelingt es, im Spiegel ihrer Differenzen eine Annäherung an den historischen Sokrates zu erzielen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.08.2003

Christoph Kniest beweist in dieser Einführung in Sokrates "ein gutes Sensorium für die Widersprüche des bisherigen Sokrates-Bildes", lobt der Rezensent mit dem Kürzel upj. Upj bescheinigt Kniest ein scharfes Bewusstsein für den Kontrast zwischen Sokrates' augenfällig großer philosophiegeschichtlicher Wirkung und dem Umstand, dass wenig wirklich Gesichertes von seinem Leben und Wirken bekannt sei. Kniest versucht sich der Person historisch zu nähern, erfährt man vom Rezensenten, und da komme man, schreibt er weiter, dann eben kaum um das kleine Wörtchen "vielleicht" herum, und das beginne bereits "beim nicht gesicherten Geburtsdatum (vielleicht 469 v. Chr.)". Doch gerade daraus ergibt sich dem Rezensenten zufolge gerade der "Reiz dieser kleinen Annäherung an Sokrates": Er macht sie aus in der "Subtilität, mit der der Autor die Stärken der Möglichkeitsform auszuloten versteht". Die Quellen, aus denen Kniest dabei schöpft, erfährt man noch, sind eine Komödie des Aristophanes, die Werke der Sokrates-Schüler Platon und Xenophon sowie eine Publikation jüngeren Datums, die vierbändige Sammlung "Sokratische Reliquien" nämlich, 1990 herausgegeben von Gabriele Giannantoni.
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