Aus dem Französischen von Christoph Schuler. Ein Thriller, angesiedelt in der Therme von Vals in der Schweiz. Pierre, ein junger Pariser Architekturstudent, fühlt sich von Peter Zumthors Thermalbad in Vals so sehr angezogen, dass er sein Studium hinschmeißt, in die Schweiz fährt und sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Geheimnis hinter den Mauern der Therme begibt.
Klara Fröhlich möchte sich am liebsten gleich aufmachen nach Vals, um herauszufinden, was dran ist am Geheimnis der Therme von Paul Zumthor, die Lucas Harari in seiner Graphic Novel zum Schauplatz der Suche nach einem Geheimnis macht. Der Autor schafft es laut Fröhlich, an diesem eher geruhsamen Ort einen Thriller a la Hitchcock zu inszenieren, meint sie. Darüber hinaus bringt er sein Gespür für Architektur mit ein und erreicht unter Verwendung der ligne clair Konzentration aufs Wesentliche, so die Rezensentin. Spannend und grafisch elegant, findet sie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018
Rezensent Christoph Haas begegnet dem Sog der Steine in Lucas Hararis Graphic Novel. Das Debüt des Franzosen haut ihn regelrecht um. Wie der Autor mit der Ligne Clair verfährt, so wie Charles Burns den Kontrast herauskitzelnd, findet er stark. Das Geheimnisvolle und Magische in der Geschichte um einen Architekturstudenten auf der Suche nach dem Geheimnis von Peter Zumthors Thermenbau im schweizerischen Vals, vermag ihm Harari gut zu vermitteln, etwa durch den Verzicht auf eine deutliche Grenze zwischend den Panels, die reduzierte Farbpalette mit Blau, Schwarz, Grau, Rot und Weiß oder das Unterlaufen einer klassischen Erzählung, indem vieles im Vagen belassen wird. Für Haas eine gelungene Hommage an die Alpen und ein faszinierendes Bauwerk.
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