Vor dem Hintergrund des globalen Kampfes um immer knapper werdende Rohstoffe wird inSalzhunger eine fiktive, aber genau recherchierte Geschichte dreier Umweltaktivisten zwischenZürich und Lagos erzählt, die kriminelle Machenschaften eines Weltkonzerns aufdecken wollen.Doch ihr Vorhaben fliegt auf. Die Suche nach dem Verräter, der offenbar aus den eigenenReihen kommt, gestaltet sich komplizierter als anfangs gedacht. Denn wie der Leser nach undnach erfährt, treiben viele der Figuren ein doppeltes Spiel.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 26.07.2019
Mit "Salzhunger" ist der "Hunger nach Leben" gemeint, erklärt Rezensent Frank Meyer, der sich über den 10. Comic von Matthias Gnehm freut. In dem schwarzen Klotz liest er die Geschichte der NGO "Erzfeind", die aufecken will, wie der fiktive Ölkonzern Boromondo in Largo Ölschlamm illegal entsorgt, was allerdings durch einen Maulwurf in den Reihen der NGO vereitelt wird. Dass Gnehm dabei seine Protagonisten, weder die NGO-Aktivisten, noch die Nigerianer oder die Konzern-Mitarbeiter, einfach in Gut und Böse unterteilt, rechnet ihm der Kritiker hoch an. Neben der eindringlichen Recherche des Autors lobt Meyer zudem die "schimmernden" Pastellzeichnungen.
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