Mit 49 Schwarz-Weiß-Abbildungen. Es war eine politische Schicksalsgemeinschaft, die zum Scheitern verurteilt war: Kaiser Wilhelm II., der übermächtige Schwächling, Friedrich Ebert, der vermeintliche Retter, und Kanzler Prinz Max von Baden, der unvorhergesehene Anwärter auf den Kaiserthron. Lothar Machtan erzählt von den Triebfedern der Hauptakteure im Herzen der Macht: von Leichtsinn und Dummheit, von Angst und Trotz, von Blindheit und Arroganz, von Feigheit und Versagen im Angesicht der schwersten Krise des deutschen Kaiserreichs. Statt mit klugen Problemlösungen aufzuwarten, ließen sie sich immer tiefer in ein Polit-Drama verstricken, über das erst am 9. November 1918 der Vorhang fiel.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2018
Stephan Speicher hat seine Vorbehalte gegen Lothar Machtans Buch. Das angepeilte "ergebnisoffene" Erzählen von den letzten Wochen des Kaiserreichs mit Blick auf Kaiser, Kanzler, Ebert und ihre subjektiven Entscheidungen gelingt laut Speicher nur teilweise. Auch bei Machtan wirkten die drei Männer wie "gefangen in ihren Überzeugungen", schreibt Speicher. Laut Speicher kann der Autor zu keinem der drei Männer wesentlich Neues sagen. Um ihre Spielräume einschätzen zu können, hätte der Autor auch die objektiven Faktoren betrachten müssen, findet der Rezensent.
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