Cornelis Augustijn

Humanismus

Cover: Humanismus
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2003
ISBN 9783525523308
Kartoniert, 78 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Holländischen von Hinrich Stoevesandt. Die Geschichte der Kirche in der Zeit des Humanismus wird zumeist als Papstgeschichte dargestellt. Im Gegensatz dazu konzentriert sich Cornelis Augustijns kompakte Überblicksdarstellung auf die Arbeit der Humanisten. Dabei stellt er sowohl den italienischen Renaissance-Humanismus seit etwa 1430 vor, dessen Schwerpunkte in Rom und Florenz lagen, als auch den - zeitlich folgenden - Humanismus nördlich der Alpen, zu dessen Repräsentanten Johannes Reuchlin (1455-1522) und Erasmus von Rotterdam (1469-1536) gehören. Augustijns Darstellung geht nicht nur auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Strömungen ein, er zeigt auch die antiken Wurzeln dieser nach Form und Inhalt eigenen Theologie, die sich von der Scholastik absetzt und in ihren Schriften Vorbehalte gegenüber der römischen Kirche entwickelt, womit sie in gewisser Weise zu einem Wegbereiter der Reformation wird.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.08.2003

Die Bezeichnung "Humanismus", klagt Harm Klueting, müsse ja für so einiges herhalten, deshalb stellt er erst mal klar: In diesem Buch geht es um den "Bibelhumanismus", der wiederum eine Facette des Renaissance-Humanismus war, also der Rückbesinnung auf antike Werte. "Die Bibelhumanisten", schreibt er "interessierten sich für die altchristliche Literatur einschließlich der Bibel und wandten auf das Studium der Texte der christlichen Antike dieselben Methoden an wie auf das der paganen Literatur des Altertums." Sie kamen im 15. Jahrhundert vor allem aus Italien, im darauffolgenden dann auch aus dem nördlicheren Europa, und es ging ihnen um das "Ideal eines einwandfreien Bibeltextes", um die Wiederentdeckung der unverseuchten Quelle. Die Bewegung, erläutert Klueting, stand einige Zeit in Zusammenhang mit der Reformation und kann als Beginn der "wissenschaftlichen Bibelexegese" gelten.

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