Aus dem Chinesischen von Axel Kassing. "Nachtschwimmen im Rhein" ist eine kleine Sammlung von Liebesgeschichten. Im Mittelpunkt stehen meist junge Frauen, die aus China nach Deutschland gekommen sind, um ihren Träumen ein wenig näher zu kommen und womöglich ihr Glück zu machen, vielleicht auch mit Hilfe der Männer, die ihnen begegnen. Es geht um ihre Sehnsucht nach Liebe in einer fremden Kultur, um die Integration in ein zunächst fremdes und kaltes Land, aber auch um Erotik, Vertrauen, Freiheit und Lust. Die Konflikte sind heftig und manchmal gewaltsam, aber der Glaube an die Möglichkeit des Glücks wird nie aufgegeben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.06.2008
Eingenommen zeigt sich Steffen Gnam von diesem Band mit Erzählungen der in China geborenen und seit 1990 in Berlin lebenden Autorin Luo Lingyuan. Wie ihr Roman "Die chinesische Delegation" (2007) kreist auch "Nachtschwimmen im Rhein" für ihn um das Thema "interkulturelle Begegnungen", das Luo "lakonisch und tiefenscharf" beleuchte. Im Mittelpunkt der Liebesgeschichten sieht er junge Chinesinnen, die versuchen, sich in Deutschland selbst zu verwirklichen, dabei aber immer wieder an die Grenzen der Assimilierungsfähigkeit stoßen. Gnam attestiert der Autorin ein gekonntes Spiel mit Erotik, Exotik und Klischees und hebt hervor, sie vermittle zwischen Ost und West, stelle aber auch die Konfliktlinien treffend dar.
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