Hans Neuenfels

Wie viel Musik braucht der Mensch?

Über Oper und Komponisten
Cover: Wie viel Musik braucht der Mensch?
C. Bertelsmann Verlag, München 2009
ISBN 9783570580059
Gebunden, 255 Seiten, 21,95 EUR

Klappentext

Hans Neuenfels ist nicht nur das "enfant terrible" der deutschen Opernregie, dessen Inszenierungen regelmäßig heftige Kontroversen hervorrufen, er war auch immer schriftstellerisch tätig. So entstanden Gedichte, Libretti, Erzählungen und ein Roman. In den vorliegenden Texten setzt er sich mit Komponisten und Opern auf eine ganz persönliche und unverwechselbare Weise auseinander. Er nähert sich ihnen an, umkreist sie und träumt sich etwa in Giuseppe Verdi, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner, Bernd Alois Zimmermann oder Johann Simon Mayr hinein. Dabei sind literarische Miniaturen und Fantasien entstanden, die neue, ungewöhnliche Sichtweisen auf die Komponisten und ihre Werke bieten und zugleich zu einem tieferen Verständnis von Neuenfels' Denk- und Arbeitsweise beitragen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2009

Für den Regisseur Hans Neuenfels gibt es durchaus einige lebende Menschen, aus denen er Inspirationen zieht, aber noch mehr Tote, erklärt uns Rezensenten Reinhard Brembeck die Ausgangslage dieses Buchs. Und mit diesen Toten hält Neuenfels hier Zweisprache, mit Verdi etwa oder Sylvia Plath. Dann gehen Einsichten über in Fachsimpeleien oder "im somnambulen Taumel" in Visionen. Rezensent Brembeck merkt genau, auf welch genauer und ausgiebiger Lektüre diese erdachten Zwiegespräche basieren, und er stellt nur fest, wie "ungeschützt" Neuenfels sie in Druck gegeben hat, wie er geradezu vornehm formuliert. Über ihre Qualität will er kein generelles Urteil fällen, außer dass sie bei aller Leichtigkeit nie leichtfertig seien.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.10.2009

Der Enthusiasmus, der aus Hans Neuenfels Essays, Gedichten und Prosatexten über Musik spricht, scheint direkt auf den Rezensenten Hanns-Josef Ortheil übergesprungen zu sein. Das Buch ist in der neuen Elke-Heidenreich-Reihe bei Bertelsmann erschienen. Ganz im Heidenreich-Sound, jauchzend und jubelnd, besingt der Rezensent dann auch die Treffen mit Verdi, Mozart, Wagner u.a., die Neuenfels imaginiert, und er berauscht sich ungeniert an dessen "bacchantischem" Feiern musikalischer Erlebnisse.

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