Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2000
Auf ein Buch zu diesem Thema hat Thomas Fischer offensichtlich schon lange gewartet. Um so herber fällt seine Enttäuschung aus. Durch die hier vorgelegte Ansammlung von Vorträgen der Jahrestagung des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Bibliotheksgeschichte sieht er den Anspruch, den der Titel verheißt, keineswegs erfüllt. Ein umfassender Überblick über die Geschichte des Bibliothekswesens in der DDR biete dieser Band nicht. Zwar räumt er ein, dass die meisten Autoren über große Sachkenntnis verfügen (Kurzbiografien hätten nicht geschadet, findet Fischer), allerdings verlieren sich viele bei ihren Beiträgen in Details, so der Rezensent. Weder zum Nachschlagen eigne sich dieser Band, noch zur "lustvollen Lektüre". Lediglich York-Gothart Mix` Beitrag zur Zensur, Daniela Lülfings Aufsatz zur Deutschen Staatsbibliothek in Berlin und Gottfried Rosts Beitrag zur Deutschen Bücherei in Leipzig mag er etwas abzugewinnen. Rost hebe sich auch "stilistisch von dem zu Teil unzumutbaren Duktus seiner Kollegen" ab. Außerdem bemängelt Fischer das Fehlen einer Bibliografie.
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