Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2002
Das Buch ist zwar historisch angelegt - und greift daher auf die ersten Anfänge zurück bis ins 15. Jahrhundert -, der Schwerpunkt liegt aber auf der Gegenwart der Buchmesse. Die einfache Frage, die sich Niemeier stellt, ist die nach dem Zweck der Buchmesse - und so einfach sie ist, die Antwort fällt alles andere als leicht. Wirtschaftlich nämlich ist die Messe eher unerheblich, die Branche ist selbstverständlich die ganze Zeit über in Kontakt. Überblick zu gewinnen ist angesichts der Masse des Angebots kaum noch möglich - und nur bei einem Viertel der ausgestellten Titel handelt es sich um Neuheiten. Letztlich ist die Messe, meint Niemeier, einfach ein "Branchenfest", das für "Unterhaltung, Kompensation und Trost" sorgt. Nicht viel anderes also, meint der Rezensent Thomas Fischer (wenngleich mit Fragezeichen) als ein "Oktoberfest für Intellektuelle".
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