Konrad Clewing, Jens Reuter (Hg.)

Der Kosovo-Konflikt

Ursachen, Verlauf und Perspektiven
Cover: Der Kosovo-Konflikt
Wieser Verlag, Klagenfurt 2000
ISBN 9783851293296
Gebunden, 568 Seiten, 27,87 EUR

Klappentext

Ein umfangreicher Anhang ist beigegeben: Karten, allgemeine Angaben zur Region, Übersicht zur Aussprache, Verzeichnis der albanischen und serbischen Ortsnamen, Bevölkerungsstatistik, Chronologie, Kurzbiographien kosovarischer und serbischer Politiker, die Resolution des UN-Sicherheitsrats vom 12. Juni 1999 im Wortlaut, Hinweise zur weiterführenden Lektüre, Register. Mit Beiträgen von Aydýn Babuna, Georg Brunner, Marie-Janine Calic, Konrad Clewing, Manfred Eisele, Walter Feichtinger, Anneli Ute Gabanyi, Carsten Giersch, Ettore Greco, Gustav Gustenau, Armin Hetzer, László J. Kiss, Ekkehard Kraft, Joachim Krause, Wolf Oschlies, James Pettifer, Sabrina P. Ramet, Jens Reuter, Fabian Schmidt, Peter Schubert, Klaus Segbers, Armin A. Steinkamm, Holm Sundhaussen, Stefan Troebst, Martin Woollacott, Christoph Zürcher.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2001

Um Ursachen, Akteure, Verlauf und Perspektiven des Kosovo-Konflikts geht es in diesem Buch. Die insgesamt 24 Autoren, erklärt Alexander Poretschkin, näherten sich diesen Themen mit journalistischer Aktualität und fundierten zeitgeschichtlichen Kenntnissen. Kapitelweise geht der Rezensent die einzelnen Aspekte des Bandes durch und staunt über die sichtbar werdenden "Gemeinsamkeiten wie tiefverwurzelte Besonderheiten des Kosovo in der Balkan-Region" und den hier gleichfalls vergegenwärtigten "unversöhnlichen Hass zwischen Serben und Kosovo-Albanern". Bemerkenswert scheint ihm auch der Anhang: Dieser sei übersichtlich und enthalte vielfältiges Material wie Karten und die Lebensläufe der erwähnten Akteure.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.02.2001

Der Rezensent mit dem Kürzel "cme" hebt positiv hervor, dass der vorliegende Sammelband, in dem "namhafte" Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern politische, wirtschaftliche, historische und rechtliche Ursachen des Kosovo-Kriegs erörtern, keine Wertung enthält. Das findet "cme" im Vergleich zu den bisher veröffentlichten Analysen über die Krisenregion wohltuend. Allerdings widerspricht sich hier der Rezensent, denn in seinen Ausführungen erwähnt er an mehreren Stellen, dass sämtliche Autoren die Einmischung der Nato für richtig halten. Und auch deren optimistische Prognose, die Aussicht auf Frieden sei wegen der Anwesenheit der Nato in der Region deutlich verbessert, findet deutlich Anklang beim Rezensenten.