Klaus Wowereit wirft einen Blick auf sein Politikerleben - und auf "sein" Berlin, mit allen Facetten. Dabei reflektiert er die Rolle des Politikers ebenso wie die der Großstadt, deren Probleme exemplarisch
sind für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Er erzählt, was es heißt, sich jahrzehntelang im Politikbetrieb aufzureiben, ohne dabei sein Privatleben und seine Menschlichkeit zu verlieren.
Noch einmal in den Politikbetrieb einsteigen, ist für Wowereit keine Option. Aber seine Arbeit hat er geliebt - seine Stadt liebt er noch heute. Über beides spricht er sehr offen in diesem Buch: "Wenn es etwas gibt, das ich mir wünsche, dann ist das ein gesamtdeutsches Bewusstsein dafür, dass Berlin die Hauptstadt aller ist, nicht bloß die Hauptstadt der Berlinerinnen und Berliner. Eine weltoffene, dynamische, sich ihrer bewegten Geschichte bewusste Hauptstadt, wirtschaftlich, politisch und kulturell der Zukunft zugewandt."
Rezensent Bert Schulz setzt ein großes "Warum?" über seine Besprechung. Dabei merkt er schnell, was Klaus Wowereit veranlasst haben muss, dieses in den Augen des Rezensenten vollkommen überflüssige Buch zu schreiben: ein mächtiges Selbstbewusstsein und das nagende Gefühl, für die eigenen Leistungen als Berlins Bürgermeister nicht ausreichend gewürdigt worden zu sein. Genau zwei relevante Sätze entdeckt der Rezensent auf 256 Seiten, einen zu Beginn, einen am Schluss. Dazwischen liegen fünf "zähe" Kapitel, in denen der Autor den Leser laut Schulz mit Zahlen, Wiki-Infos über Berlin und gnadenloser Selbstbeweihräucherung martert, die sogar einem Fidel Castro die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. Nichts als "Schönfärberei" der politischen Bilanz, meint Schulz, von "Wortwitz und politischer Chuzpe" keine Spur.
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