Klappentext

Aus dem Englischen von Michael Sailer. Mitch Winehouse hatte eine Biografie seiner Tochter - basierend auf seinen Tagebuchaufzeichnungen - schon lange vorbereitet. Durch den tragischen Tod von Amy Winehouse am 23. Juli 2011 wurde aus dem Porträt einer der größten Sängerinnen ihrer Generation eine Rückschau auf ein viel zu kurzes Leben. Von der Kindheit und Jugend einer talentierten und immer zu Scherzen aufgelegten Amy, über den Aufstieg zum gefeierten Weltstar bis hin zur fatalen Drogensucht, die ihr letztlich das Leben kostete, stellt Mitch Winehouse das facettenreiche Leben seiner Tochter dar. Als Vater, der erst stolz und später zunehmend besorgt Amys Weg begleitet, gibt er Einblick in seine Gefühlswelt und die Gedanken seiner Tochter. Damit möchte er nicht nur die Fans von Amy Winehouse erreichen, sondern auch Angehörige und Freunde von Drogenabhängigen. Mitch Winehouse stellt seine Erlöse der von ihm gegründeten "Amy Winehouse Foundation" zur Verfügung, die sich um Kinder und Jugendliche in Notsituationen kümmert.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.07.2012

Mitch Winehouse war ein Londoner Taxifahrer, bevor er zum Profiteur des Talents seiner Tochter Amy wurde. Zu ihrem ersten Todestag hat er aus seinen Erinnerungen ein, wie Thomas Gross findet, "erstaunliches Buch" gemacht, in dem er seine Version der Geschichte darlegt. Süffisant berichtet der Rezensent, wie Winehouse - "ein Schelm, Hitzkopf und manchmal alter Narr von Familienvater" - seine Familie und das eigene Talent glorifiziert, Amy als naives Opfer schlechter Einflüsse darstellt und sich selbst als aufopfernden Beschützer inszeniert. Dabei lasse "der vierschrötige Mensch" jeden Anflug von Selbstkritik vermissen und verlege sich so unreflektiert auf kitschige Legendenbildung, dass es bisweilen regelrecht "wehtut". So bleibt dem Rezensenten nur lakonisch festzustellen: "Nein, das Analytische ist die Sache dieses Erinnerungsbüchleins nicht".