Klaus Reichert

Wolkendienst

Figuren des Flüchtigen
Cover: Wolkendienst
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016
ISBN 9783103972283
Gebunden, 248 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Was fasziniert die Menschen an den Wolken? Wollen sie uns etwas sagen? Göttliche Drohungen? Oder sind es rein thermische Gebilde? Wolken sind ständig in Bewegung: Das macht es schwer, sie in den Griff zu bekommen - und zugleich zu einem Sinnbild für das Gestaltlose, Ungreifbare, Begriffslose. Klaus Reichert nähert sich in seinem neuen Buch den Wolken von mehreren Seiten: der Bildenden Kunst, der Musik, der Dichtung. Durch Befragung der Meister wie u.a. Turner, Constable, Ruskin, Goethe, Ligeti, durch eigene Beobachtungen, Lektüren und Erinnerungen versucht er, ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Entstanden ist ein faszinierender, zwischen Wissenschaft und Literatur changierender Text, der das Unmögliche unternimmt: das Nicht-Darstellbare darzustellen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2016

Lorenz Jäger schwelgt in Klaus Reicherts Wolkenbuch, das für ihn als "schönste Erscheinung eines Spätstils" daherkommt. Wie der Autor die Kunst- und Mythengeschichte der Wolken abklappert, schön unsystematisch, aber mit Kenntnis der Überlieferungssprachen, wie Jäger staunt, bei Turner, Ligeti, Schönberg, Goethe, und das mit eigenen Wolkentagebüchern verbindet, scheint dem Rezensenten bemerkenswert. Reicherts Buch bringt ihm zum Träumen - von einer Philosophie, die unsere Gemeinschaft mit der Welt einmal einholen könnte.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de