Klaus Kukuk (Hg.)

Prag 68

Unbekannte Dokumente
Cover: Prag 68
Edition Ost, Berlin 2008
ISBN 9783360010940
Kartoniert, 288 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Klaus Kukuk, 1968 Mitarbeiter an der DDR-Botschaft in Prag, war nicht nur Zeit- und Augenzeuge. Seit damals beschäftigt ihn die Frage, ob die militärische Intervention notwendig war. Vielleicht hätte es auch Möglichkeiten gegeben, die eingeleiteten Reformen zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen und nicht, wie geschehen, abrupt zu beenden? Oder handelte es sich überhaupt nicht um Reformen, sondern um eine Konterrevolution? Seit Jahrzehnten forscht er dazu in Archiven. Entdeckt hat er eine Vielzahl von unbekannten Belegen und unbeachteten Dokumenten, die ein Bild von der tatsächliches Lage in der Tschechoslowakei zeigen. Die Situation war weitaus dramatischer, als damals und heute bekannt war. Es roch nach Krieg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2009

Jochen Staadt reibt sich die Augen. Dass die in diesem von Klaus Kukuk herausgegebenen Band als "unbekannt" angepriesenen Dokumente durchaus längst bekannt sind, findet er bemerkenswert. Das eigentliche Problem dieser Sammlung besteht für Staadt allerdings in der "erzreaktionären Rechtfertigung" der sowjetischen Intervention gegen den Prager Frühling. Staadt selbst liest die Protokolle und Mitschriften der tschechoslowakischen KP als Zeugnisse von Stumpfheit und Zynismus bei den intervenierenden Mächten.
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