Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein. Ich wünschte, ich könnte den kleinen Rest vom Leben aufsparen, bis ich weiß, was ich damit anfangen soll. Aber das geht nicht, dafür müsste ich mich schon einfrieren, und wir haben nur eines dieser kleinen Gefrierfächer über dem Kühlschrank ..." Mathea Martinsen will ihre verbleibende Lebenszeit gut nutzen - aber wie? Schon die Teilnahme an einer Tombola im Seniorenzentrum misslingt, weil man prompt ihre eigene Jacke verlost. Und ist eine im Garten vergrabene Zeitkapsel mit ihrem Hochzeitskleid und selbstgestrickten Ohrenwärmern das richtige Mittel, ihr Andenken für die Nachwelt zu bewahren?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2011
Rezensentin Kristina Maidt-Zinke empfindet große Sympathie für die Ich-Erzählerin dieses Romans, eine ältere Norwegerin, Mathea, die sich nach dem Tod ihres Mannes gewissermaßen aufs eigene Sterben vorbereitet. Dazu gehört auch das Ablegen einiger Gewohnheiten: Eine rote Mütze statt einer schwarzen aufzusetzen oder fremde Leuten anzusprechen. Mathea, die von eher unpraktischer Intelligenz zu sein scheint, traut sich plötzlich einiges. Mut gehört auch zu der Erkenntnis, "am Ende möchte ich damit leben können, sterben zu müssen", wie Maidt-Zinke die Heldin zitiert. Die Rezensentin lobt die "lakonische" Erzählweise und empfiehlt dringend, sich den Namen der Autorin zu merken: Kjersti Skomsvold.
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