Kenzaburo Oe

Licht scheint auf mein Dach

Die Geschichte meiner Familie. Roman
Cover: Licht scheint auf mein Dach
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014
ISBN 9783100552174
Gebunden, 208 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Japanischen von Nora Bierich. Kenzaburô Ôe ist 28 Jahre, als sein erstes Kind, Sohn Hikari, mit einer geistigen Behinderung zur Welt kommt. Ôe steht zu diesem Zeitpunkt am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere. Aber statt zu schreiben, muss er über Leben und Tod entscheiden. Ôe und seine Frau Yukari entschließen sich für die riskante Operation und schenken Hikari damit das Leben. Diese existentielle Bedrohung hat den Schriftsteller und Menschen Kenzaburô Ôe zutiefst geprägt. Hikari ist heute ein angesehener Komponist klassischer Musik und das Glück seiner Eltern.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 31.01.2015

Jonas Lages erfährt in diesem biografischen Bericht des Nobelpreisträgers Kenzaburo Oe, wie sich Kunst und Leben durchdringen und einander stützen können. Wenn Oe in diesen essayistischen bzw. erzählerischen Miniaturen von seiner Familie erzählt, vom Vatersein und seinem behinderten Sohn, der Komponist wurde, spürt Lages eine tiefe Demut in der stilistischen Reduktion.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2015

Hubert Spiegel nimmt das Buch des japanischen Nobelpreisträgers, das aus Kapiteln von zwei früheren, in Japan in den 90ern erschienenen Büchern Kenzaburō Ōes besteht, um sich vom Autor über die letzten Dinge unterrichten zu lassen. Leben, Glück, Trauer, Verantwortung sind Themen, erläutert Spiegel, die der Autor in der Auseinandersetzung mit der Familie und insbesondere der Behinderung des Sohnes und seinen eigenen Gefühlen ihm gegenüber angeht. Das Fehlen von Stringenz, das Episodische im Buch stört Spiegel nicht. Der Tagebuchstil, findet er, steht den Reflexionen wie dem ethischen und sprachlichen Minimalismus des Autors gut.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.01.2015

Auch Kenzaburō Ōes neuer Roman "Licht scheint auf mein Dach" ist autobiografisch und kreist um den Sohn Hikari, erzählt Rezensent Ulrich Baron. Es daurte eine Zeit, bis der Vater den mit einer schweren Behinderung geborenen Sohn annehmen konnte. Etwas, für das er sich heute noch schämt, so Baron, und das er immer wieder "bis zur Selbstentblößung" thematisiert. Hikari (der Name bedeutet "Licht" im Japanischen) ist heute ein Komponist, dessen Erfolge den "alternden Vater" sehr stolz machen, wie man in diesem Familienroman nachlesen kann, so Baron.
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