In seiner vierteiligen Autobiografie "Barfuß durch Hiroshima" schildert der Autor und Zeichner Keiji Nakazawa seine persönliche Geschichte, beginnend im April 1945. Er zeigt, wie es zu der Katastrophe des Abwurfs der Atombombe auf seine Heimatstadt Hiroshima kommen konnte. Er dokumentiert das Grauen am Tag danach und erzählt die Geschichte der Überlebenden. Er berichtet von der amerikanischen Besatzung und schließlich vom langsamen Aufkeimen der Hoffnung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.03.2005
Seine eigene Geschichte erzählt Keiji Nakazawa in "Der Tag danach", dem zweiten Band seines vierteiligen Erinnerungswerks "Barfuß durch Hiroshima". Der 1939 in Hiroshima geborene Manga-Zeichner verlor nach Auskunft von Rezensent Fritz Göttler beim Abwurf der Atombombe seinen Vater und einige Geschwister. "Manga half ihm zu überleben - er hat sich die Wut und die Verzweiflung nach Hiroshima aus dem Bauch gezeichnet", schreibt Göttler und hebt hervor, dass Nakazawas Darstellung des Grauens nach dem Abwurf der Atombombe dem Leser nichts erspart: "Zerfetzte wandelnde Zombies, Leichen, denen beim Zupacken das Fleisch von den Knochen rutscht, einer zieht einen Lendenschurz hinter sich her, aber es ist die eigene Haut, die ihm vom Körper abgeht." Vor der totalen Hoffnungslosigkeit bewahre einen der Band allerdings durch die Unbefangenheit der Jungen, die Erinnerungen an gestern, die Träume von einem Morgen.
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