Katharina Geiser

Diese Gezeiten

Roman
Cover: Diese Gezeiten
Jung und Jung Verlag, Salzburg 2011
ISBN 9783902497895
Gebunden, 362 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Jersey 1940. Ohne auf den Widerstand britischer Truppen zu stoßen, okkupiert die Deutsche Wehrmacht die kleine Kanalinsel, etabliert ihr absurdes Regime, das bald zu Terror und Deportationen führt. In die Idylle aus Landschaft und Meer fällt der Schrecken, und er trifft zwei Frauen mit bemerkenswerter Biografie. Lucy Schwob und Suzanne Malherbe stammen aus bekannten französischen Intellektuellenfamilien, sie sind Stiefschwestern und gleichzeitig auch ein Paar. Katharina Geisers neuer Roman "Diese Gezeiten" erzählt die Geschichte der beiden Frauen als eindringliches Ensemble aus historischen Fakten und Figuren, aus atmosphärischen Bildern und ineinander verwobenen Stimmen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2012

Ein sehr besonderes Buch annonciert Rezensentin Nicole Henneberg. Die Schweizer Autorin Katharina Geiser erzählt in ihrem Roman die Geschichte der Fotografin Lucy Schwob und ihrer Lebensgefährtin Suzanne Malherbe, die sich vor der deutschen Besatzung Frankreichs auf die Kanalinsel Jersey zurückgezogen haben. Dort waren sie allerdings viel unmittelbarer von der Brutalität der Okkupanten betroffen, als ihnen dies in Paris hätte passieren können. Was die Rezensentin besonders berührt, ist die Zärtlichkeit, die aus diesem Buch spricht: Sehr einfühlsam schildere Geiser die provozierende Liebe zwischen den beiden Frauen, ihre künstlerische Arbeit und ihre Aktionen gegen die Nazis, die sie als künstlerische Happenings verstanden, bis sie denunziert und verhaftet wurden.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.12.2011

Bewegt und beeindruckt den Rezensenten Martin Zingg diese Geschichte über die Pariser Künstlerinnen Lucy Schwob und Suzanne Malherbe, die auf der Kanalinsel Jersey im Widerstand gegen die nationalsozialistischen Besatzer inhaftiert, zum Tode verurteilt und erst kurz vor der Kapitulation begnadigt werden. Er hat diesen Roman, den Katharina Geiser behutsam mit historischen Fakten unterfüttert, nicht nur als berührendes Porträt eines Liebespaars gelesen, sondern schätzt ihn auch als faszinierendes Zeugnis eines fesselnden historischen Kapitels. Als besonderes "Glück" hat es der Rezensent genossen, dass sich die Autorin dabei nicht auf simple Gut-Böse-Schemata zurückzieht, sondern alle Facetten von menschlichem Verhalten in dunklen Zeiten schildert.
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