Aus dem Chinesischen von Marc Hermann. Die Chinesen zählen die Jahre nach zwölf Tieren. Warum gerade diese Tiere? Nun, das sind die Gewinner im großen kaiserlichen Rennen. Aber so einfach war das nicht, zu den Auserwählten zu gehören! Die Chinesen zählen die Jahre nach zwölf Tieren. Warum gerade Maus, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein? Nun, das sind die Gewinner im großen kaiserlichen Rennen. Aber so einfach war das nicht, zu den Auserwählten zu gehören! Das Rennen, das der Jadekaiser ausruft, wird zum Nervenkitzel für alle Teilnehmer. Und weil die Maus die Katze dabei auch noch so schamlos hintergangen hat, sind sich in allen Ländern der Welt heute Katz und Maus spinnefeind!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2010
Alles an zwei jüngst erschienenen Bänden des Autorin-/Zeichner-Duos Kate Dargaw und Igor Oleynikov findet Rezensent Andreas Platthaus erfreulich. Die Tatsache schon, dass die Entdeckung, als die er das Werk der beiden begreift, einem noch ganz jungen Verlag gelungen ist. Und nicht nur dass, sondern auch wie hier chinesische Institutionen ihren Ursprungsmythos erzählt bekommen, hält der Rezensent für bestens gelungen. In diesem Band geht es dabei um die - natürlich frei erfundenen - Gründe für die Abfolge der chinesischen Tierkreiszeichen. Festgelegt wurden sie, erfährt man hier, durch ein vom Kaiser ausgerufenes Wettrennen der Tiere. Das "unprätentiöse" Erzählen Dargaws überzeugt ihn ebenso, wie es die "milden Farben" der Illustration tun. Sie erinnern Platthaus an den frühen Wolf Erlbruch, was sichtlich als Kompliment und nicht als Epigonalitätsvorwurf gemeint ist.
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