Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven werfen die beiden grundverschiedenen Berliner Literaten - der eine auch Historiker und Politologe, der andere auch Künstler und Musiker - Blicke hinter die Kulissen der allsommerlichen "Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur". Sie steigen ein in das fremde Leben vor Ort, geben ihren persönlichen "Crashkurs" in die Phänomenologie Klagenfurts und reflektieren nebenbei ihr eigenes Tun als Stadtschreiber.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.06.2012
Als gelungene Mischung aus Reiseliteratur, Polemik und Poetologie bezeichnet Rezensent Jan Wiele den Briefwechsel der beiden Bachmann-Stipendiaten Karsten Krampitz und Peter Wawerzinek. Was die beiden jeder für sich als Kärtner Stadtschreiber erlebt und erlitten haben, erfährt Wiele hier, aber auch örtlich Historisches über Waffen SS und Haider. Besonders beglückt hat Wiele die Beschreibung der "Nacht der schlechten Texte", der Gegenveranstaltung der Klagenfurter Tage, sowie der Umstand, dass beide Autoren über ihre Arbeitsweise Auskunft geben und über die Produktionsbedingungen des Buches, Kritik am Stipendiatenzirkus inklusive.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,…