Peter Wawerzinek

Wawerzineks Raubzüge durch die deutsche Literatur

Parodien. 1 CD als Beilage
Cover: Wawerzineks Raubzüge durch die deutsche Literatur
Galiani Verlag Berlin, Berlin 2011
ISBN 9783869710402
Gebunden, 239 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Gut zehn Jahre war es still gewesen um Peter Wawerzinek, bevor er 2010 den Bachmannpreis erhielt und kurz darauf sein autobiografischer Roman "Rabenliebe" erschien. Dabei hatte der begabte Stegreifpoet und grandiose Stimmenimitator schon immer viele Anhänger. Man nannte es den "Wawerzinek-Sound", wenn man versuchte, die Sprachprovokationen des Autors zu beschreiben, zu dessen Lieblingsübungen seit den 80ern das Parodieren von bekannten Autoren gehörte. Für das vorliegende Buch wurden die besten Wawerzinek-Parodien herausgesucht, ja mehr noch: Als Freund- und Feindpaarungen wurden die Texte gegenübergestellt, die Wawerzinek zugleich auf der beiliegenden CD eingelesen hat.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 17.12.2011

Peter Runkel alias Peter Wawerzinek lässt es laut Rezensent Uli Müller in dieser alphabetisch "von A wie Achternbuch bis Z wie Zweig" sortierten Sammlung von literarischen Parodien, die jeweils im Stil der vorgeknöpften Autoren eine Episode aus Rotkäppchen erzählen, "gewaltig" krachen. Auch weichere Töne stehen dem in den 90ern als Stimmenimitator bekannten Autor zur Verfügung, lobt Müller, der sich mit der beigelegten CD recht gut amüsiert zu haben scheint.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.10.2011

Für Rezensent Hilmar Klute läuft Peter Wawerzinek keine Gefahr, mit seinen literarischen Parodien sein eigentliches Werk zu verschütten, weil der Rezensent sie nämlich allesamt misslungen findet. Ob Parodien auf Texte von Rühmkorf oder Huchel, Born oder sogar Bernhard, nie findet der Autor in den Augen des Rezensenten zu einer überzeugenden Imitation. Den Einfall, den Wolf und Rotkäppchen durch viele seiner Texte geistern zu lassen, lobt Klute als ganz nett und die dem Buch beigegebene CD, auf der man die Parodien noch mal von Wawerzinek gelesen hören kann, ist zumindest kurzweiliger als die Lektüre, so der Rezensent verhalten.
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