Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven werfen die beiden grundverschiedenen Berliner Literaten - der eine auch Historiker und Politologe, der andere auch Künstler und Musiker - Blicke hinter die Kulissen der allsommerlichen "Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur". Sie steigen ein in das fremde Leben vor Ort, geben ihren persönlichen "Crashkurs" in die Phänomenologie Klagenfurts und reflektieren nebenbei ihr eigenes Tun als Stadtschreiber.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.06.2012
Als gelungene Mischung aus Reiseliteratur, Polemik und Poetologie bezeichnet Rezensent Jan Wiele den Briefwechsel der beiden Bachmann-Stipendiaten Karsten Krampitz und Peter Wawerzinek. Was die beiden jeder für sich als Kärtner Stadtschreiber erlebt und erlitten haben, erfährt Wiele hier, aber auch örtlich Historisches über Waffen SS und Haider. Besonders beglückt hat Wiele die Beschreibung der "Nacht der schlechten Texte", der Gegenveranstaltung der Klagenfurter Tage, sowie der Umstand, dass beide Autoren über ihre Arbeitsweise Auskunft geben und über die Produktionsbedingungen des Buches, Kritik am Stipendiatenzirkus inklusive.
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