Shenzhen ist die Stadt der Superlative: die am schnellsten wachsende Metropole der Welt, die jüngste, offenste, reichste und teuerste Stadt Chinas. Ob Elektromobilität, Gentechnik oder Künstliche Intelligenz - bei den wichtigen Zukunftstechnologien werden hier die Trends gesetzt.Wenn Chinaexperte Wolfgang Hirn Shenzhen beschreibt, entwirft er damit gleichzeitig das Bild der Urbanität von morgen. Er bereist die Region seit vielen Jahren und beobachtet die rasante Entwicklung. Auch immer mehr ausländische Konzerne - ob Airbus, Apple, Daimler oder Lufthansa - installieren Labs in der Megacity. Die Weltwirtschaft bekommt mit Shenzhen ein neues Gravitationszentrum, die neue Maßeinheit heißt Shenzhen-Speed.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2021
Als Modell mit Lehrpotenzial stellt der Ökonom Wolfgang Hirn laut Rezensentin Ulla Fölsing Shenzhen vor, Chinas Version des Silicon Valley. Als Volkswirt und Kenner Chinas rät der Autor dem Leser, Neugier walten zu lassen und offen zu sein für Shenzhens Innovationen, erklärt Fölsing. Wenn Hirn die Startup-Szene und die großen Unternehmen wie Tencent vor Ort erkundet, spürt die Rezensentin beim Autor weniger Skepsis als vielmehr Achtung vor so viel Fortschrittsleistung. Die Leseliste im Band findet Fölsing außerdem hilfreich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.12.2020
Rezensentin Edeltraud Rattenhuber warnt vor Wolfgang Hirns tendenziöser Darstellung Chinas. Zwar dient sich der Journalist laut Rezensentin ganz offen dem Regime der KPCh an, indem er Kritik höchstens unterschwellig formuliert und alles Gute, das seiner Meinung nach aus dem chinesischen Silicon Valley kommt, "exzessiv" in Superlativen beschreibt, doch das macht das Buch für Rattenhuber nicht besser. Vor lauter Euphemismen über die Totalüberwachung und euphorischen Fakten und Gesprächen mit Wirtschaftslenkern könnte der Leser all die verfolgten Dissidenten und das Thema Hongkong glatt vergessen, gibt Rattenhuber zu bedenken.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…