Karl Homann, Gertrude Lübbe-Wolf, Heinrich von Pierer

Zwischen Profit und Moral

Für eine menschliche Wirtschaft
Cover: Zwischen Profit und Moral
Carl Hanser Verlag, München 2003
ISBN 9783446224605
Gebunden, 142 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Von Heirnich von Pierer, Karl Homann und Gertrude Lübbe-Wolf. Maßlose Abfindungen für Top-Manager, Bilanzmanipulationen und Insidergeschäfte auf der einen Seite, Massenentlassungen, Umweltkatastrophen und betrogene Kleinaktionäre auf der anderen Seite: Was wir jetzt brauchen, ist eine Ethik für die Wirtschaft. Nach den Skandalen der letzten Zeit wird der Ruf nach der ethischen Verantwortung der Unternehmen immer lauter. Doch können sie es sich überhaupt leisten, moralisch zu handeln, wenn sie gleichzeitig Gewinn erzielen wollen? Für global agierende Unternehmen ist die Lage noch schwieriger: An welchen Werten sollen sie sich orientieren? Gibt es moralische Standards, die für jeden Teil der Welt, für jede Kultur gelten? Und wer legt diese fest: Die Unternehmen selbst? Die Kirchen? Der Staat?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2003

Brauchen wir wirklich ein weiteres Buch zur "Wirtschaftsethik", fragt sich Karen Horn zu Beginn ihrer Kritik. Dann betont sie aber sehr angetan, dass Heinrich von Pierer, Karl Homann und Gertrude Lübbe-Wolff ihre Überlegungen so "klar strukturiert und gut lesbar" anbieten, dass sie, auch wenn sie insgesamt nicht unbekannt sind, dennoch eine brauchbare "Argumentationshilfe" in allen wirtschaftsethischen Fragen darstellt. Während Homann in "gewohnter Stringenz" das Thema vorbereite und eine einfache Moral von der notwendigen "Ordnungsethik absetze, widme sich Lübbe-Wolff dem "Rechtsrahmen", der diese Ordnungsethik absichert, fasst die Rezensentin zusammen. Lediglich die Ausführungen Pierers über das ethische Handeln von Unternehmen moniert Horn als am "wenigsten originell" sowie nicht recht überzeugend. Denn wenn ein moralisches Handeln deshalb postuliert wird, weil sich unmoralisches Agieren für die Unternehmen auf Dauer nicht lohnt, blendet Pierer aus, dass nicht jede unternehmerische Entscheidung auf Dauer angelegt ist, gibt die Rezensentin zu bedenken.

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