Herausgegeben von Martina Steiger. Mit dem ersten Strauss-Dirigat Karl Böhms 1921 beginnt der Briefwechsel beider Musiker, der sich bis zum Tode des Komponisten im Jahre 1949 erstreckt. Die vorliegende komplette, ausführlich kommentierte Erstausgabe dieser Korrespondenz umfaßt 240 Briefe, die beredtes Zeugnis ablegen von einer außergewöhn-lichen Künstlerfreundschaft. Im Zentrum steht die Aufführung des Straussschen ?uvres, die während Böhms Tätigkeit als Operndirektor in Dresden und Wien einen besonderen Höhepunkt erreicht. Die Dokumente erlauben einen interessanten Blick hinter die Kulissen des Theaters und geben Aufschluß über die Kulturpolitik dieser Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2000
Für Michael Gassmann stehen mehrere Aspekte im Vordergrund dieses Briefwechsels. Da ist zum einen das unausgewogene Verhältnis der beiden Persönlichkeiten zueinander: Einerseits der jüngere - oftmals geradezu unterwürfige - Böhm, der "um Aufmerksamkeit buhlt", andererseits Strauss, der stets auf eine stärkere Aufführung seiner Werke pocht und dabei auch bisweilen zu Druckmitteln greift. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist für den Rezensenten, dass Krieg und Politik in diesem Briefwechsel eine erstaunlich untergeordnete Rolle spielen. Sogar in den letzten Kriegsjahren und -monaten geht es, so Gassmann, vor allem um Fragen wie die Richard-Strauss-Tage in Dresden oder ein von Strauss geplantes `Opernmuseum`. Strauss erscheint dem Rezensenten hier als eine vor allem von Egoismus geprägte Persönlichkeit. Der Rezensent ist froh, dass es auch andere Quellen gibt, die stärkeren Aufschluss über Strauss` politische Verwicklungen und auch Schwierigkeiten geben.
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