Der Kunsthistoriker Aby Warburg (1866 - 1929) ist in den letzten Jahrzehnten zur Ikone der Kulturwissenschaften geworden. Mehr denn je lassen sich diese heute von seinen Ideen leiten und inspirieren. Karen Michels Porträt zeichnet sein von persönlichen, religiösen und politischen Spannungen geprägtes Leben nach und gibt einen Überblick über sein vielseitiges Werk.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.08.2007
Höchst angetan zeigt sich Rezensent Tilmann Lahme von dieser Biografie des Kunsthistorikers Aby Warburg von Karen Michels, auch wenn die Autorin nicht unbedingt mit neuen Thesen und Forschungsergebnissen aufwartet. Aber das scheint nicht von Nachteil, schließlich fehlte seiner Ansicht nach in der ausufernden Fülle von Publikationen zu Warburg bisher eine Biografie, die Leben und Werk und auch den familiären Hintergrund des Gelehrten beleuchtet. Vorliegende Arbeit schließt für ihn diese Lücke, und zwar auf erfreuliche Weise. So lobt er Michels' Biografie, die sich an ein breites Publikum wendet, als jargonfrei und angenehm lesbar geschrieben. Für ihn eine "Rarität im deutschen Sprachraum". Auch inhaltlich kann er der Autorin zustimmen, etwa wenn sie Warburgs Ansatz weniger als kunstgeschichtlich sondern als interdisziplinär bildwissenschaftlich charakterisiert oder unterstreicht, dass Leben und Werk bei Warburg so eng verknüpft seien, wie man es sonst nur bei Künstlern kenne.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.06.2007
Cornelia Zumbusch zeigt sich von der Biografie des Kunsthistorikers Aby Warburg rundum begeistert, ohne dass Karen Michaelis mit ihrer Lebensbeschreibung grundsätzlich neues Material zutage gefördert hätte oder sich an den jüngsten Theoriediskussionen beteiligen würde. Die Autorin wende sich mit ihrem Buch an ein breites Publikum und habe eine angenehm zu lesende, dabei dem komplexen Lebenswerk Warburgs gerecht werdende Darstellung vorgelegt, lobt die Rezensentin, die auch von der Aufmachung und den vielen Bildern des Bandes sehr angetan ist. Michels legt die These zugrunde, dass Warburgs Leben einen deutlichen Niederschlag in seinen wissenschaftlichen Interessen und in seiner Arbeit gefunden hat und es gelingt ihr, dieses detailliert und sehr "anschaulich" zu zeigen, so Zumbusch erfreut.
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