Auf dem Höhepunkt der Kämpfe zwischen dem römischen Heer und den aufständischen Sklaven unter Führung des Spartacus kommt es zu einer Schlacht, die von den Legionen gewonnen wird. Der römische Feldherr fordert die überlebenden gefangengenommenen Sklaven auf, ihren Anführer auszuliefern. Spartacus erhebt sich und ruft: "Ich bin Spartacus!" doch dann rufen auch andere: "Ich bin Spartacus!", bis schließlich Tausende Gefangene einstimmen. Die Szene gehört zu den berühmtesten der Filmgeschichte; sie stammt aus dem Film Spartacus , den Stanley Kubrick 1960 mit Kirk Douglas in der Hauptrolle gedreht hat und der noch fünfzig Jahre später als Filmklassiker gilt. Doch wer war Spartacus wirklich? Was wissen wir über die antiken Sklavenkriege? Welche Bedeutung haben sie für die antike Geschichte? Das Buch erzählt die Geschichte von Spartacus und den Sklavenkriegen und lässt dabei die antiken Text- und Bildzeugnisse selbst sprechen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.06.2010
Willi Winkler lässt bei seiner knappen Kritik von Kai Brodersens Buch über Spartakus kurz noch einmal dieses Heldenleben vorüberziehen, in dem ein Sklave und Gladiator 73 v. Chr. einen Aufstand gegen die Römer lostrat und erst nach mehreren Siegen über ausgeschickte römische Armeen vom Feldherrn Crassus bezwungen wurde. Wenig lässt der Rezensent durchblicken, wie ihm das Buch gefallen hat, immerhin erwähnt er, und wie es scheint mit Bewunderung, die "pädagogische Geduld", mit der der Altphilologe sich in die antiken Quellen vertieft hat. Zudem scheint ihn die Wirkungsgeschichte dieser antiken Lichtgestalt, die bis zu Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und darüber hinaus reicht, gefesselt zu haben.
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