Ralf-Peter Märtin

Die Varusschlacht

Rom und die Germanen
Cover: Die Varusschlacht
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783100506122
Gebunden, 459 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Im Herbst des Jahres 9 n. Chr. wurden in den Wäldern Germaniens drei römische Legionen von den eigenen Hilfstruppen, den Cheruskern, überfallen und niedergemetzelt. Der Feldherr der Römer, Varus, stürzte sich in sein Schwert. Die Schlacht, eine der empfindlichsten Niederlagen, die das Römische Reich jemals erlitt, prägte die Entwicklung Mitteleuropas. Ihr Sieger, Arminius, wurde als Hermann zum Nationalhelden der Deutschen. Was aber wollten die Römer in Germanien? Und wie konnte es geschehen, dass die beste Armee der Welt von Barbaren geschlagen werden konnte? Wer überhaupt war dieser Arminius?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2008

Im nächsten Jahr wird es zweitausend Jahr her sein, dass der Cherusker Arminius die römischen Legionen unter Quintilius Varus schlug, doch auch zum dräuenden Gedenkjahr scheinen sich die Historiker noch nicht auf Kalkriese als den Ort der großen Schlacht geeinigt zu haben. Auch Rezensent Andreas Kilb rät zur Vorsicht und lässt in seiner Besprechung mehrerer Neuerscheinungen sehr deutlich werden, wie lücken- und sprunghaft das Wissen um die römischen Germanienfeldzüge doch ist. Deswegen liest er auch das recht populär geschriebene Buch des Journalisten Ralf-Peter Märtin mit Vorsicht, wenn auch mit Spannung. Denn so eindringlich Märtins Schilderungen vom Kampfgeschehen auch sein mögen, so ungesichert scheinen sie doch dem Rezensenten. In Fragen der Waffentechnik und der militärischen Lehrjahre hat Märtin jedoch, das muss Kilb zugestehen, ganz klar die Nase vorn.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.11.2008

Überaus lebendig findet Rezensent Jürgen Busch die Darstellung der Varusschlacht, die Ralf-Peter Märtin vorgelegt hat. Er bespricht drei neue Bücher zu diesem Thema und geht dabei ausführlich auf das historische Ereignis ein, bei dem Arminius die römischen Legionen vernichtete. Bei aller Unterschiedlichkeit stützen sich die besprochenen Bücher seines Erachtens auf die Arbeit des Würzburger Emeritus Dieter Timpe, der den Aspekt des Verrats beim Überfall der von Arminius befehligten Truppen auf die römischen Legionäre hervorgehoben hat. Bei Märtin konstatiert er eine Orientierung an den "Dokufictions des Fernsehens", was er ihm aber nicht negativ ankreidet. Märtins Schilderungen des Soldatenlebens leben für ihn von ihrer Anschaulichkeit. Streckenweise könne man das Buch "wie einen historischen Roman" lesen.

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