Jürgen Todenhöfer

Und folgt Dir keiner, geh allein

Geschichte eines Lebens
Cover: Und folgt Dir keiner, geh allein
C. Bertelsmann Verlag, München 2025
ISBN 9783570105481
Gebunden, 464 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Jürgen Todenhöfer nimmt uns mit zu den dramatischsten Krisenherden der Welt. Er erklärt, warum er in Afghanistan, im Kongo oder in Gaza Kindern hilft. Warum er Krankenhäuser, Schulen und Waisenhäuser bauen und Prothesen für Kriegsopfer anfertigen lässt. Neben der Lebensgeschichte eines Mannes ist dieses Buch eine persönliche Reflexion über das Streben nach Gerechtigkeit und Glück - getreu seiner Philosophie: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst! 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2025

Was soll das? So simpel könnte man die Besprechung zusammenfassen, die Rezensentin Marianna Lieder Jürgen Todenhöfers Erinnerungsbuch zukommen lässt. Ein bewegtes Leben hatte Todenhöfer durchaus, bemerkt Lieder, schon als Kind warf er sich vor amerikanische Panzer, lange saß er für die CDU im Bundestag, später bereiste er die Welt in Friedensmission, mutierte zum Israelkritiker und gründete das freilich an den Urnen nicht allzu erfolgreiche "Team Todenhöfer". Todenhöfer, erfahren wir, inszeniert sich in diesem Buch als überzeugter Kämpfer für die gute Sache, der nur seinem Gewissen verpflichtet ist, er wettert gegen Krieg und Waffenlieferungen. Lieder stellt fest, dass Todenhöfer über die Widersprüche in seinem Lebenslauf locker hinweg schreibt, schließlich war er einst ein Vertreter der konservativen "Stahlhelm"-Fraktion der CDU und wollte 1990 nicht einmal die Oder-Neiße-Grenze anerkennen. Rückblickend inszeniert er sich lieber als eigentlicher Vater der deutschen Einheit, erläutert Lieder amüsiert, wie er überhaupt gerne mit seinen einstigen Gegnern, in diesem Fall Kohl, abrechnet, in der Gegenwart zeigt er dann Verständnis für die Hamas, während er glaubt, die Ukrainer kämpften lediglich auf Geheiß der USA. Letztlich ist dieses krude Buch, schließt die Besprechung, wirklich nur für die letzten versprengten Todenhöfer-Teammitglieder geeignet, in deren Bewunderung sich der Autor hier ausgiebig narzisstisch sonnt.

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