Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.02.2002
Die vielen Bilder - fünf bis zehn pro Film - in Farbe und zum Teil ganzseitig, haben es Rezensent Jörg Herrmann angetan. Äußerst angemessen, wenn es um das Medium Film geht, findet er diese "Visualisierung", die er in anderen Filmbüchern oft vermisst. Die Artikel der vierzehn Autorinnen und Autoren über 141 Filme aus den 1990er-Jahren sind kompetent und gut lesbar -auch optisch, trotz "weißer Schrift auf schwarzem Grund", ist Herrmann zufrieden. Glossar, Film-, Personen- und Sachregister - alles wunderbar, aber dann fehlt dem Rezensenten doch so einiges. Er erfährt nichts über die "zentralen Themen" im Film der 90er, nur Filmästhetisches, aber keine gesellschaftlichen Bezüge, nichts, was die "Erfolgsgeschichte des populären Films" in dieser Zeit erklärte und auch die Kriterien der Filmauswahl sind nicht deutlich, ärgert sich Herrmann. Außerdem ist ihm die Auswahl zu "amerikalastig", hätte das asiatische und das russische Kino mehr Beachtung verdient und einige bedeutende Filmemacher wie Mike Leigh und Michael Haneke kommen gar nicht vor, kritisiert Herrmann.
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