Jonathan Coe

Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim

Roman
Cover: Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2010
ISBN 9783421044846
Gebunden, 405 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Walter Ahlers. Es ist Valentinstag, doch nie zuvor hat Maxwell sich einsamer gefühlt: Seine Frau hat ihn verlassen, seine Jugendliebe hält ihn für einen bemitleidenswerten Verlierer, und auch seine vierundsiebzig Facebook-Freunde können ihm nicht helfen. Da kommt das seltsame Angebot, an einer Wettfahrt zu den Shetlandinseln teilzunehmen, wie gerufen. Voller Hoffnung macht er sich mit "Emma", seinem freundlichen Navigationsgerät, auf den Weg - doch die Fahrt zum nördlichsten Punkt des Königreichs entwickelt sich zu einer Reise in die dunkelsten Ecken seiner Vergangenheit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2011

Leichte humorige Kost annonciert Rezensentin Margret Fetzer mit diesem Roman von Jonathan Coe. Zeitgenössisch ist er ja, meint sie, dafür haut der Autor seiner Figur (und dem Leser) jede Menge Handy-Gebimmel, eine erotische Navi-Stimme und Konsumkritisches um die Ohren. Fetzer genügt das nicht. Zwar sieht sie die Traditionslinie der Dutzendhelden (von Joyce bis Chadwick), in der auch Coes Protagonist Maxwell Sim steht. Wiederholt über Bankerboni und dergleichen zu lesen, findet sie jedoch eher anstrengend als unterhaltend. Außerdem irritiert sie die schludrige Übersetzung des Romans.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.02.2011

Ein Wunder an Empathie hat Burkhard Müller gelesen. Und erzählt uns lang und breit davon. Wenn seine Nacherzählung des Plots (grundanständiger junger Mann ist grundunglücklich und wird am Ende doch erlöst) uns auch nicht eben mitreißt, der Roman von Jonathan Coe scheint doch erstaunliche Stärken zu haben. Zwar ist er weder Schelmenroman (wie der Verlag meint) noch Tragödie (wie der deutsche Titel suggeriert). Dennoch nimmt Müller schnell Anteil am Leben des Helden. Bemerkenswert, findet er. Und führt das auf die Erfindungskraft und den Humor des Autors und den emotionalen Reichtum des Textes zurück. Für Müller ein charmanter, einfühlungsreicher Text mit nur einem Fehler: Dass der Autor am Schluss seiner Figur (etwas forsch zudem) entgegentritt, wäre laut Rezensent wirklich nicht nötig gewesen.
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