Aus dem Englischen von Tobias Schnettler. In einer Kleinstadtvideothek inmitten Iowas tauchen seltsame und unheimliche Filmschnipsel auf den Leihkassetten auf. Dunkle und grobkörnige Szenen, die eine Scheune zeigen, darin ein leerer Stuhl, Atemgeräusche sind zu hören. In späteren Clips taucht eine Frau auf, erst gefesselt und mit einer Kapuze über dem Kopf, dann durch ein Maisfeld laufend - auf der Flucht vor dem Kameramann. Der Videotheksmitarbeiter Jeremy will nichts mit der Sache zu tun haben, doch als seine Freundin Stephanie die Scheune in den Filmszenen wiedererkennt, muss er handeln. Die Suche nach der Wahrheit hinter den Videos führt Jeremy und Stephanie in die Vergangenheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2018
Rezensent Oliver Jungen kennt und schätzt John Darnielle nicht nur als Komponisten, Gitarristen und Sänger der amerikanischen Indie-Band The Mountain Goates, sondern auch als brillanten Songdichter und inzwischen Romanautor. Entsprechend begeistert nimmt der Kritiker Darnielles neues Werk zur Hand und wird nicht enttäuscht: So magisch-realistisch wie der Vorgänger, aber doch "verstörender" erscheint ihm dieser Provinzroman, in dem Darnielle anhand von zwischen den Siebzigern und den Neunzigern verschwundenen Personen einmal mehr von Verlusterfahrungen erzählt. Dass er Erzählton mitunter ein wenig "verspielt" wirkt, stört den Kritiker kaum. Viel zu gebannt lässt er sich von Darnielles lebendigen Schilderungen in den "Seelenhaushalt" der Provinz ziehen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.01.2018
Den Jubel um John Darnielles zweiten Roman kann Karin Janker gut verstehen. Dem Frontmann der Rockband "The Mountain Goats" attestiert sie ein untrügliches Gespür für gute Geschichten, Mut zu fordernder Erzählweise, virtuoses Sprachverständnis und viel Einsicht für das im Buch thematisierte Außenseitertum. Die Geschichte um einen traumatisierten jungen Mann irgendwo in Iowa hat allerdings ein Problem, meint Janker: die Übersetzung. Sie nimmt dem Text laut Rezensentin einen Teil seiner Kraft.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…