Erstmals kamen die Verbrechen in den Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Belsen ausführlich zur Sprache. Eine umfängliche Berichterstattung im In- und Ausland informierte über Systematik und Ausmaß, Perfidie und Grausamkeit des Vernichtungsprozesses. Cramer legt die erste Darstellung dieses wegweisenden Nachkriegsprozesses vor und stützt sich dabei auf größtenteils unveröffentlichte Quellen aus zahlreichen Archiven. Er untersucht detailliert die Vorbereitung des Prozesses, die Hauptverhandlung sowie die Vollstreckung der Urteile. Er widmet sich ausführlich der breiten Rezeption in der internationalen Presse und in der Öffentlichkeit. Auch die Folgeprozesse von 1946 und 1948 werden dargestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2011
Erklärungen gibt es nicht, richtig so. In diesem Punkt scheinen Autor und Rezensentin sich einig. Was John Cramer in seiner Aufarbeitung des ersten von drei Prozessen gegen die Täter von Bergen Belsen darlegt, ist derart grauenvoll, dass eine Aufstellung von Beweggründen sich verbietet. Cramer beschränkt sich auf die Darlegung der Schwierigkeiten und Konflikte, mit denen die alliierten Richter konfrontiert waren, auf organisatorische Probleme, wie die Auswahl der Angeklagten, und auf deren schamlose, uneinsichtige Reaktionen, wie die Rezensentin uns mitteilt. Überzeugend findet Hannah Ahlheim, wie sensibel, differenziert und kenntnisreich der Autor sein umfangreiches Material präsentiert, wenn er den Leser auch mitunter herausfordert.
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