Johannes Krause, Thomas Trappe

Die Reise unserer Gene

Eine Geschichte über uns und unsere Vorfahren
Cover: Die Reise unserer Gene
Propyläen Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783549100028
Gebunden, 288 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Woher kommen wir? Wer sind wir? Was unterscheidet uns von anderen? Diese Fragen stellen sich heute drängender denn je. Johannes Krause und Thomas Trappe spannen den Bogen zurück bis in die Urgeschichte und erzählen, wie wir zu den Europäern wurden, die wir sind. Migration und Wanderungsbewegungen sind keine Phänomene der Neuzeit: Seit der Mensch den aufrechten Gang beherrschte, trieb es ihn aus seiner Heimat Afrika in die ganze Welt, auch nach Europa. Bis vor Kurzem lag diese Urgeschichte noch im Dunkeln, doch mit den neuen Methoden der Genetik hat sich das grundlegend geändert. Johannes Krause, einer der führenden Experten auf dem Gebiet, erzählt gemeinsam mit Thomas Trappe, was uns die Gene über unsere Herkunft verraten: Gibt es "Urvölker"? Wann verloren die frühen Europäer ihre dunkle Haut? Welche Rolle spielte die Balkanroute in den vergangenen 40.000 Jahren?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2019

Joachim Müller-Jung ist gespannt, was Politiker und Neonationalisten mit den archäogenetischen Fakten im Buch des Molekularbiologen Johannes Krause und des Journalisten Thomas Trappe anfangen. Die Lektüre empfiehlt er ihnen allemal, schon, um die Diskussion in Gang zu bringen. Differenziert und verständlich aufbereitet findet er die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Buch, die für ihn nicht weniger als eine Neubewertung der Menschheitsgeschichte in Sachen europäische Prähistorie ermöglichen. Was unsere genetischen Beziehungen zu den Frühmenschen der Steinzeit mit heutigen Migrationsdebatten zu tun haben und welches Licht sie auf nationalistische Tendenzen werfen, hier kann der Leser es erfahren, so der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 06.03.2019

Rezensent Michael Lange hat dieses Buch des Paläogenetikers Johannes Krause und des Journalisten Thomas Trappe mit Interesse gelesen. Es hat ihn gelehrt, dass die Europäer genetisch gemischt sind - etwas Neandertaler, etwas afrikanischer Homo sapiens, etwas Anatolier und vieles mehr. Und er hat gelernt, dass es zwar bestimmte Erbanlagen gibt, die in einigen Gegenden Europa verbreiteter sind als anderswo, aber keine genetischen Grenzen zwischen den Völkern. Alles in allem ist Europa von Migration geprägt, was uns trotz aller damit verbundenen Konflikte doch ganz schön weit gebracht hat, resümiert er.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.02.2019

Markus Schär erfährt von dem Genetiker Johannes Krause und dem Journalisten Thomas Trappe Wissenswertes über die frühesten Einwanderer in Europa. Lustvoll und eingängig geschrieben spießen die Autoren laut Schär aktuelle Ressentiments gegen Flüchtlinge auf, indem sie archäogenetisch nachweisen, dass es Europäer mit "reinen" Wurzeln nicht gibt und wir alle Migranten sind. Dass Europa ohne Migration ein Ding der Unmöglichkeit wäre, machen die Autoren ihm gleichfalls klar, ohne allerdings zu behaupten, es gäbe keine Eigenheiten im Erbgut von Bevölkerungsgruppen.

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