Klänge wie aus einer anderen Welt: Dieses Erlebnis gehört zum Wesen christlicher Musik. Johann Hinrich Claussen erzählt ihre Geschichte von den frühchristlichen Hymnen über den Gregorianischen Choral und die klassischen Werke von Bach, Händel oder Mozart bis hin zum Gospel im 20. Jahrhundert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2014
Stephan Speicher ist gnädig mit Johann Hinrich Claussens Versuch, einem religiös interessierten Leser die Geschichte der Kirchenmusik vom alten Israel über den gregorianischen Choral und Bach bis zu Gospel und Spiritual nahezubringen. Weil er Musikwissenschaftliches beim Pfarrer Claussen gar nicht erst erwartet, wird er auch nicht enttäuscht. Und wenn der Autor die Entwicklung der Kirchenmusik als Entklerikalisierung beschreibt, weiß Speicher zwar, dass in Brahms' Requiem und Haydns Messen entgegen der Meinung des Autors sehr wohl etwas gesagt wird, aber eben musikalisch, nicht im Text, auf den sich Claussen beschränkt, wie Speicher anmerkt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2014
Die FAZ hat Harald Schmidt - ja, den! - beauftragt und präsentiert seine Kritik stolz als Feuilleton-Aufmacher, wohin Buchrezensionen sonst so gut wie nie gelangen. Bei der Lektüre wird einem ein wenig peinlich zumute - warum musste es so neckisch sein? "Das Christentum gehört zu Deutschland" - oh je. Streicht man die bemühten Witze, bleibt eine Leseempfehlung. Das Buch biete eine gute Einführung der Kirchenmusikgeschichte von der Antike bis zum Gospel. Besonders lobt Schmidt die Einführung in Bachs Matthäus-Passion. Dass Bach als Organist nicht gewürdigt werden, verstimmt den "Hilfsorganisten" und bekennenden Katholiken allerdings.
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