Corinna Herr

Gesang gegen die Ordnung der Natur?

Kastraten und Falsettisten in der Musikgeschichte
Cover: Gesang gegen die Ordnung der Natur?
Bärenreiter Verlag, Kassel 2013
ISBN 9783761821879
Gebunden, 556 Seiten, 49,95 EUR

Klappentext

Das Buch beschreibt das Phänomen 'hoch singender Männer' in den Bereichen Kirchenmusik, Oper und Popmusik, im Kontext der nationalen Diskurse und der Gattungen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Die Thematik ist durch die Diskussionen der Gender Studies zudem von kulturwissenschaftlichem und gesellschaftspolitischem Interesse. Die Studie richtet sich an alle, die sich für Kunstgesang interessieren, wie auch an Sängerinnen und Sänger, die genauere Einblicke in die historische Aufführungspraxis erhalten wollen. Diese Einblicke stützen sich sowohl auf die Analyse von wichtigen Kastratenarien und -partien als auch auf zeitgenössische Gesangstraktate.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.09.2013

Eigentlich ist Corinna Herrs "Gesang gegen die Ordnung der Natur?" eine streng philologische Abhandlung über die Entwicklung der Gesangspartien von Kastraten im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts und über den Stellenwert der geschlechtlichen Zuordnung von Stimmlagen, berichtet Helmut Mauró, das Buch richtet sich also vor allem an ein Fachpublikum und eignet sich nur bedingt als Bettlektüre, warnt der Rezensent. Auf den fünfhundert Seiten war aber ausreichend Raum für ein paar schmökerfreundlichere Anekdoten, verrät Mauró, der allerdings schade findet, dass es für eine stärkere Einbeziehung der Ursprünge des hohen Männergesangs in außereuropäischen Hochkulturen nicht mehr gereicht hat.

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